Abmahn-Ticker: Tobis Film GmbH & Co. KG lässt Filesharing von Film “Prisoners” abmahnen

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Wir kürzlich bekannt wurde, mahnt die Kanzlei Schutt Waetke Rechtsanwälte aus Karlsruhe für den Rechteinhaber Tobis Film GmbH & Co. KG die angeblich öffentliche Zugänglichmachung des Filmes “Prisoners” über Tauschbörsen ab.


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Der Film “Prisoners” - Altersfreigabe: FSK16

Betroffen ist der Film “Prisoners”, der Mitte September 2013 in den deutschen Kinos angelaufen ist. In dem Film geht es um einen Kriegsveteran, der sich nach der Entführung seiner kleinen Tochter auf eine Selbstjustiz-Mission begibt, nachdem sämtliche polizeilichen Ermittlungen nach dem Entführer im Sande verlaufen sind. Rechteinhaber an dem Film ist die Tobis Film GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin.

Was wird dem Abgemahnten vorgeworfen?

Internetnutzern, die ein entsprechendes Schreiben der Kanzlei Schutt Waetke Rechtsanwälte erhalten haben, wird meist die öffentliche Zugänglichmachung des Werkes “Prisoners” vorgeworfen. Dies geschieht in der Regel automatisiert immer dann, wenn man beispielsweise den Film auf einschlägigen Filesharing-Portalen herunterlädt. Gleichzeitig mit dem eigenen Download wird nämlich der Film anderen Nutzern des Portals vom eigenen Rechner zum Download bereitgestellt, sodass es zur “öffentlichen Zugänglichmachung” kommt.

Diesen Umstand nutzen Ermittlungsunternehmen, um die IP-Adresse des vermeintlichen Uploaders herauszufinden. Über eine gerichtliche Auskunftsanfrage kann daraufhin die natürliche Person zur IP-Adresse beim Provider ermittelt werden.

Gerade Flme mit Altersfreigabe sind häufig beliebte Objekte in Tauschbörsen. Für diese interessieren sich nämlich nicht nur Personen, die grundsätzlich illegales Filesharing von Filmen betreiben, sondern auch etwa Jugendliche, die den Film aufgrund ihres Alters nicht im Kino sehen durften und ihn sich so auf anderem Wege beschaffen wollten.

Die Forderungen der Kanzlei Schutt Waetke Rechtsanwälte:

So wehren Sie eine Filesharing-Abmahnung ab:

Wurden Sie wegen Filesharing abgemahnt? Holen Sie sich jetzt Ihre kostenlose Ersteinschätzung vom Rechtsanwalt unter 0221 / 400 675 577 (24h/bundesweit) oder per E-Mail: aw@abmahnung-internet.de

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1. Löschung der abgemahnten Datei

2. fristgemäße Abgabe einer Unterlassungserklärung, wobei ein entsprechende Entwurf der Abmahnung beiliegt

3. Zahlung von 732,50 EUR (235,50 EUR an Rechtsanwaltsgebühren, 500 EUR Schadenersatz)

Fazit:

Internetnutzern, die solch eine Abmahnung erhalten haben, kann es in der Regel nicht empfohlen werden, die beigefügte Unterlassungserklärung einfach zu unterschreiben – schließlich ist diese ein Leben lang gültig und im Falle eines Verstoßes gegen die Unterlassungserklärung drohen hohe Vertragsstrafen.

Ein auf Urheberrecht und Filesharing spezialisierter Anwalt kann an dieser Stelle nicht nur behilflich sein, die Unterlassungserklärung zum Vorteil des Abgemahnten zu modifizieren. Häufig kann dieser auch die zu zahlende Schadensersatzsumme herunterhandeln bzw. sonstige Verteidigungsmöglichkeiten gegen eine erhaltene Abmahnung finden.


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Vorsicht bei selbst modifizierten Unterlassungserklärungen!

Liegt eine Abmahnung im Briefkasten, ist der erste Schock groß. Viele Abgemahnte suchen dann schnelle Hilfe im Internet. Manche Vorschläge und Tipps aus Internetforen können für die Abgemahnten aber teuer werden.

Rechtsanwalt Sören Siebert erklärt, was Sie zur modifizierten Unterlassungserklärung wissen müssen und wie Sie Fehler vermeiden.

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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