Kostenfalle Telefonsäule: Kunden erhalten überhöhte Abbuchungen zurück

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Der Schreck kam beim Blick auf die Kreditkartenabrechnung: Bis zu 30 Euro pro Minute waren zeitweise den Benutzern öffentlicher Fernsprecher der Telekom berechnet worden. Nach einer Prüfung der Vorfälle durch die Bundesnetzagentur werden zu viel gezahlte Gebühren nun erstattet. Schuld ist offenbar ein Softwareupdate bei einem Partnerunternehmen der Telekom.

39,98 US-Dollar für die erste Gesprächsminute

Das Handy verloren, der Akku leer oder das Netz zusammengebrochen: Für solche Fälle stehen glücklicherweise an Bahnhöfen, Flughäfen und in Innenstädten noch immer öffentliche Telefonsäulen zur Verfügung. Passendes Kleingeld ist im Zeitalter der Kreditkarte längst nicht mehr notwendig. Aber mit Kleingeld wären die Benutzer einiger Fernsprecher sowieso nicht weit gekommen. Jedenfalls dann nicht, wenn ihnen aufgrund technischer Fehler anstelle des Telekom-Tarifs der Preis der BBG Global AG berechnet wurde.

Bis zum 1. Oktober arbeitete das Schweizer Unternehmen mit der Telekom zusammen. Die BBG informierte die Anrufer auch über ihre Tarife. Allerdings nur ganz am Ende einer englischen Ansage im Rahmen eines Sprachmenüs. Äußerlich waren die Fernsprecher lediglich mit dem Logo der Telekom gekennzeichnet.

Zweifel an der Seriosität des Partnerunternehmens

Wegen der hohen Preise und der intransparenten Gebührenordnung liegen in zahlreichen Ländern der Welt bereits Beschwerden gegen den Schweizer Telekommunikationsanbieter vor. In Deutschland hätten allerdings auch die von der BBG vermittelten Gespräche nach Telekom-Tarifen abgerechnet werden sollen, so das Unternehmen.

Ein Problem mit der Software verursachte den Fehler. Inzwischen hat die BBG die zu viel berechneten Gebühren zurückgezahlt, so die deutsche Netzagentur. Gleichzeitig bestätigt die Telekom, die Kooperation mit den Schweizern beendet zu haben.

Fazit

Ganz verschwinden werden die Fernsprech-Säulen nie. Per Gesetz ist die Telekom verpflichtet, die Grundversorgung mit öffentlichen Geräten zu gewährleisten. Da sie immer weniger genutzt werden, die Unterhaltskosten aber gleich bleiben, könnten auch die Telefonate in den kommenden Jahren teurer werden. Informationen über die jeweils gültigen Tarife müssen aber immer in klarer, umfassender und leicht verständlicher Form vorliegen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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