Rufnummermitnahme: Netzagentur begrenzt Kosten

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Ob mobil oder im Festnetz – wer den Dienst wechselt, kann heute fast immer seine Nummer behalten. Aber zu welchem Preis? Häufig haben Kunden das Gefühl, dass der alte Anbieter über die Portierung noch ein letztes Mal ordentlich abkassieren will. Das wird in Zukunft schwieriger: Die Bundesnetzagentur hat eine Höchstgrenze für die Gebühr bei der Rufnummermitnahme festgelegt.

Knapp vierzig Euro für die alte Nummer

Ausgelöst hatte die Untersuchung eine konkrete Beschwerde. Ein Kunde der Freikom GmbH hätte bei einem Anbieterwechsel 39,90 Euro bezahlen sollen – nur, um seine vertraute Nummer auch in Zukunft weiter nutzen zu können. Dabei legen die telekommunikationsrechtlichen Vorgaben zum Kundenschutz eindeutig fest: Die Unternehmen dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung stellen, die einmalig beim Wechsel entstehen.

Keine Grundlage für Höchstpreise

Ein europaweiter Vergleich der Netzagentur ergab, dass die Höchstgrenze für die Rufnummerportierung bisher bei 29,95 Euro lag. Dass der Freikom GmbH aus irgendeinem Grund höhere Kosten entstehen, verneinte der Anbieter. Anhand der marktüblichen Preise legte die Behörde nun einen neuen Maximalwert fest: 9,61 Euro netto. Inklusive der Mehrwertsteuer macht das 11,44 Euro. Es steht dem Unternehmen allerdings frei, eine niedrigere oder gar keine Gebühr für die Rufnummermitnahme in Rechnung zu stellen. Die Freikom GmbH allerdings hat den Wert in ihren Tarifinformationen bereits geändert – auf 11,44 Euro.

Fazit:

Der von der Bundesagentur festgelegte Höchstpreis für die Rufnummermitnahme gilt zunächst einmal nur für den konkreten Fall, also für die Freikom GmbH. Die Behörde geht aber davon aus, dass andere Unternehmen ihre Gebühren ebenfalls anpassen werden. Im Zweifel müssten nämlich auch sie nachweisen, dass sie nur die tatsächlich entstehenden Kosten an ihre Kunden weitergeben.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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