EU-Förderung: 200 Kommunen in Deutschland erhalten kostenlose Hotspots

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Unter dem Namen WiFi4EU will die Europäische Union freies WLAN auf Marktplätze, in Parks und öffentliche Gebäude bringen. 120 Millionen Euro sind für dieses Projekt veranschlagt. Obwohl die Bewerbungsphase Anfang November nur drei Tage dauerte, haben sich über 13.000 Interessenten gemeldet. Unter den Ausgewählten sind auch 224 Städte und Gemeinden aus der Bundesrepublik.

Freies Surfen für Einheimische und Touristen

In Ahrensbök, Birken-Honigsessen oder Zinnowitz dürfen sich Fans von freien Internetzugängen freuen. Für je 15.000 Euro aus dem Fördertopf der EU darf jede der Gemeinden einen WiFi-Hotspot einrichten. Ob Krankenhaus oder Bibliothek, ob Stadtpark oder Rathausvorplatz – die Wahl des Standorts bleibt den Bewerbern überlassen. Einzige Vorgabe: Es soll dort noch kein ähnliches Angebot existieren. Außerdem müssen die Empfänger der Fördergutscheine zunächst eine Vereinbarung unterzeichnen. Darin verpflichten sie sich, für mindestens drei Jahre ein gebühren- und werbefreies WiFi-Angebot zur Verfügung zu stellen. Unterhalt und Wartung der Anlagen zahlen die Gemeinden selbst.

Wer zuerst kommt, funkt zuerst

Bei dem Run auf die Fördergelder war Schnelligkeit gefordert. Allerdings stellte die europäische Netzagentur INEA sicher, dass jedes interessierte Land mindestens 15 und höchsten 224 Hotspots erhielt – wenn sich denn so viele Interessenten meldeten. In Deutschland wurde die Höchstgrenze erreicht. Unter den Empfängern der EU-Vouchers sind zahlreiche kleine Gemeinden, aber auch Städte wie Braunschweig oder Heidelberg. Eine Liste der ausgewählten deutschen Kommunen hat die EU hier [https://ec.europa.eu/newsroom/dae/document.cfm?doc_id=55966] veröffentlicht.

Fazit

Mit dem Förderprogramm will die Europäische Union zum Ausbau der öffentlichen WLAN-Netze beitragen. Bei den jetzt bekannt gegebenen Empfängern aus 30 Ländern handelt es sich nur um das erste Drittel. Wer seine Gemeinde nicht auf der EU-Liste findet, kann also noch hoffen: Rund 80 Millionen Euro zur Finanzierung weiterer Hotspots werden im nächsten Jahr vergeben.

Kommentare  
Michael Hilscher
-1 # Michael Hilscher 17.12.2018, 20:33 Uhr
So ein Schmarrn - für 15000 Euro kann man weit mehr als 150 Freifunkrouter aufstellen und bleibt selbstbestimmt und unabhängig. Damit kann man ganze Innenstädte versorgen nebst Park und öffentlichen Gebäuden.
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