Zurück zur privaten Kommunikation: WhatsApp verbietet Newsletter-Versand

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Onlinehändler und andere Unternehmer müssen Informations- und Werbemails bald wieder per E-Mail an ihre Kunden aussenden. Der Messengerdienst WhatsApp hat deutlich gemacht, dass man massenhaft verschickte Nachrichten in Zukunft stärker bekämpfen will. Wer das nicht akzeptiert, dem drohen rechtliche Schritte und eine Sperrung des Accounts.

Geschäftsleute bitte auf die Business-Plattform!

1,5 Milliarden Menschen nutzen WhatsApp jeden Monat, und schon längst gehört der Dienst zu den Marketing-Instrumenten von Unternehmern. Genau für die hat die Facebook-Tochter inzwischen sogar eine eigene Plattform entwickelt: Über WhatsApp Business sollen vor allem kleine Anbieter bequem und rechtssicher mit ihren Kunden kommunizieren. Allerdings ist das Tool in erster Linie für Produktanfragen, Rechnungsversand, Terminerinnerungen und ähnliche Inhalte gedacht. Das massenhafte Verschicken von Newslettern oder anderen Nachrichten verstieß auch bisher schon gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Erst jetzt allerdings macht der Dienst ernst und droht sogar mit rechtlichen Schritten.

So macht ein Algorithmus Verstöße ausfindig

Schon im Februar hatte WhatsApp erklärt, jeden Monat rund zwei Millionen unerwünschte Konten zu blocken. Es handele sich um Accounts, über die Fake News, Spam und Betrugsversuche verbreitet würden. Rund ein Fünftel davon werde trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereits kurz nach der Registrierung entdeckt. Algorithmen griffen unter anderem dann ein, wenn zahllose Nachrichten an unterschiedliche Nutzer versendet würden. Menschliche Unterstützung, beispielsweise in Form der Meldung eines Users, sei in der Hälfte der Fälle nicht mehr notwendig.

Abonnenten von Newslettern droht keine Sperre

Eigentlich will WhatsApp in erster Linie Spam- und Fake-News bekämpfen. Man reagiert damit auch auf den Vorwurf, dass Massenmails unter anderem den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Brasilien beeinflusst haben könnten. Entsprechenden Kampagnen sollen künftig nicht mehr möglich sein: Man habe WhatsApp als privaten Messenger entwickelt, der die Kommunikation mit Freunden und Angehörigen erleichtere, heißt es jetzt in den aktualisierten FAQ. Dieser Gedanke solle nun wieder stärker verfolgt werden.

Praxis-Tipp

Noch bis zum 7. Dezember wird WhatsApp den Versand von Newslettern voraussichtlich dulden. Spätestens dann allerdings kann Ihr Account gesperrt werden, wenn Sie darüber automatisierte oder Massenmitteilungen verschicken. Auch rechtliche Schritte wegen eines Verstoßes gegen die AGB schließt der Messengerdienst nicht aus. Das gilt auch für Nutzer der WhatsApp-Business-Dienste.

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