Reaktion auf Gerichtsbeschluss: Telekom ändert StreamOn-Tarif

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Magenta-Mobil-Kunden sind zufrieden: Das beliebte Zusatzangebot StreamOn der Deutschen Telekom bleibt bestehen und wird sogar auf das EU-Ausland ausgedehnt. Gleichzeitig fällt die Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit bei Videos weg. Der Bonner Anbieter kommt damit den Forderungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen nach. Es hatte StreamOn in der bisherigen Form für unzulässig erklärt.

Videostreaming jetzt auch in HD-Qualität

Bereits zum zweiten Mal hatte Mitte Juli ein Gericht der Bundesnetzagentur recht gegeben. Die sagte: StreamOn verstieß bisher gegen das europäische Prinzip der Netzneutralität. Danach müssen online alle Daten gleich behandelt werden. Auf keinen Fall soll es ein Zwei-Klassen-Internet geben, bei dem Geld oder Einfluss darüber entscheiden, welche Inhalte wann beim Nutzer ankommen. Diese Gleichbehandlung war laut OVG Nordrhein-Westfalen (Az. 13 B 1734/18) bei StreamOn nicht gegeben. Denn die Videos der Partner-Apps wurden mit reduzierter Datengeschwindigkeit übermittelt. Drei Wochen nach der Entscheidung gibt die Telekom nach: Ab sofort soll die Drosselung beim Streaming aufgehoben werden.

Ab September EU-weit gültig

Auch die zweite Auflage der Gerichte will der Anbieter erfüllen. Laut europäischer Roaming-Verordnung müssen Verbraucher ihren Tarif im gesamten EU-Raum ohne Aufpreis nutzen können. Bisher allerdings war die unbeschränkte Datennutzung mit StreamOn auf Deutschland beschränkt. Bei einer Ausweitung auf weitere europäische Länder sei der Tarif nicht mehr finanzierbar, hatte die Telekom lange Zeit argumentiert. Nun heißt es, StreamOn solle ab dem kommenden Monat im gesamten EU-Raum gelten. Für alle zwei Millionen Nutzer und ohne Aufpreis.

Fazit

Die Deutsche Telekom passt ihren Zusatztarif StreamOn den Forderungen von Bundesnetzagentur und Oberverwaltungsgericht an. Videos können ab sofort ohne Einschränkung in HD-Qualität gestreamt werden. Auf die EU-weite Datennutzung für Partner-Apps müssen Kunden allerdings noch bis Anfang September warten. Das letzte Wort ist aber immer noch nicht gesprochen: Gegen die Entscheidung im Hauptsacheverfahren vor dem Kölner Verwaltungsgericht hat die Telekom Rechtsmittel eingelegt.

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