Mobilfunk: Rufnummer-Mitnahme soll günstiger werden

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Ob Festvertrag oder Prepaid: wer den Anbieter wechselt, kann die vertraute Handynummer inzwischen fast immer behalten. Umsonst ist dieser Service allerdings nicht. Zum Abschied greifen Vodafone, Telekom und Co. gerne noch einmal ordentlich zu. Bis zu 25 Euro zahlen Verbraucher für die sogenannte Rufnummernportierung. Die Bundesnetzagentur hat eine zu hohe Wechsel-Gebühr nun untersagt.

Höchstgrenze für Vodafone

Dabei ging es zunächst nur um die Entgelte, die Vodafone anderen Anbietern für die Rufnummer-Mitnahme in Rechnung stellte. Zahlen nennt die Bundesnetzagentur nicht. Im Verhältnis zu anderen europäischen Anbietern allerdings war das Entgelt offenbar zu hoch. Auf Grundlage des EU-Vergleichs hat die Behörde nun eine Obergrenze festgesetzt. Demnach darf Vodafone künftig nur noch einen Nettopreis von maximal 3,58 Euro für den Nummern-Umzug verlangen. Wichtiger Hinweis: Der Preis könne auch gerne unterhalb der Grenze liegen. Und selbst eine kostenlose Mitnahme hält die Agentur für völlig in Ordnung.

Einsparungen für Kunden absehbar

Auch Telekom, Telefonica und andere Anbieter sind indirekt von der Entscheidung betroffen. Zwar wurden sie nicht selbst von der Netzagentur überprüft. Die festgesetzte Maximalgrenze soll aber Signalwirkung für alle deutschen Anbieter haben. Was die intern für die Portierung an den alten Dienstleister zahlen müssen, reichen sie in der Regel an die Kunden weiter. Für die Bundesnetzagentur Grund genug für eine weitere Untersuchung. Dabei soll es speziell um die Gebühren gehen, die Anbieter neuen Kunden für die Mitnahme ihrer Rufnummer in Rechnung stellen. Auch hier sind nach Einschätzung der Behörde nun Preissenkungen zu erwarten.

Fazit

Beim Wechsel des Mobilfunkanbieters spielt neben den Tarifen immer eine weitere Überlegung eine Rolle: Kann ich meine alte Rufnummer mitnehmen? Und wenn ja: was muss ich dafür bezahlen? Die Bundesnetzagentur hat nun zunächst die Höhe der Übernahmekosten von Anbietern untereinander begrenzt. Das soll aber nicht alles sein: Im nächsten Schritt geht es darum, welche Kosten den Kunden für die Portierung berechnet werden. Auch hier soll der Verbraucher unterm Strich profitieren.

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