Rufnummernmitnahme: Mobilfunkanbieter müssen Preise senken

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Eigentlich hatte die Bundesnetzagentur bereits im Februar festgelegt: Mobilfunkanbieter dürfen Verbrauchern nur noch maximal 6,82 Euro berechnen, wenn diese ihre alte Handynummer mitnehmen wollen. Dem kamen jedoch nicht alle Anbieter am Markt nach. Jetzt greift die Bundesnetzagentur durch. Per Anordnung zwingt sie die Provider, die Preise zu senken. Warum kamen einige von ihnen der Forderung nicht nach?

So viel kostete die Rufnummernmitnahme Verbraucher vorher

Wie viel Kunden bisher bezahlen mussten, um ihre Rufnummer mitzunehmen, variierte von Anbieter zu Anbieter. Viele von ihnen verlangten eine Gebühr von knapp 30 Euro. Ein Provider forderte gar 40 Euro.

Bundesnetzagentur deckelt Gebühr für Rufnummernmitnahme

Das Gesetz gibt eigentlich vor, dass Unternehmen Verbrauchern bei einer Rufnummernmitnahme nur die Kosten berechnen dürfen, die ihnen dabei auch tatsächlich entstehen. Im Februar hatte die Bundesnetzagentur daher festgelegt, dass dieser Betrag nur noch bei 6,82 Euro (inkl. MWSt.) liegen darf. Dieser Vorgabe kamen jedoch nicht alle Anbieter nach. Die Behörde hatte daher ein Entgeltüberprüfungsverfahren eingeleitet. Eine Anordnung zwingt jetzt die verbleibenden Provider, die Kosten zu senken.

Warum haben die Anbieter die Gebühr nicht gesenkt?

Telefónica wollte das Ergebnis des Verfahrens abwarten. Auf diese Weise wollte der Konzern sicherstellen, dass alle deutschen Mobilfunkanbieter eine einheitliche Gebühr verlangen. Das sei jetzt eingetreten, so Telefónica gegen über heise online. 1&1 wollte bisher darauf warten, dass das Telekommunikationsgesetz novelliert wird. Die Anordnung lässt das jetzt nicht mehr zu. Der Provider gab an, die neuen Gebühren übernommen zu haben. Daneben muss auch Freenet noch seine Gebühren anpassen.

Fazit

Das ist nicht der erste Ärger, den die Mobilfunkunternehmen mit der Bundesnetzagentur haben. Im Sommer drohen der Telekom, Vodafone und Telefónica empfindliche Zwangs- und Bußgelder. Denn: Die Provider hängen hinterher, deutsche Haushalte mit LTE-Mobilfunk zu versorgen. Insbesondere Telefónica kommt nach Messungen der Bundesnetzagentur erst auf eine Abdeckung von rund 80 Prozent. Damit erfüllen die Anbieter die Vorgaben nicht. Eigentlich hätten sie bereits bis Ende 2019 98 Prozent der deutschen Haushalte versorgen müssen.

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Kommentare  
Thomas
0 # Thomas 30.04.2020, 22:15 Uhr
Gilt diese Festlegung auch für Altverträge ?
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