Urheberrecht: Fotograf von Steinbrücks „Stinkefinger“ kämpft um seine Rechte

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Das auf dem Cover des SZ Magazins veröffentlichte „Stinkefinger-Foto“ des diesjährigen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück war einer DER Diskussionspunkte im Bundestags-Wahlkampf. Nun ist es der Fotograf, der um die Anerkennung seiner Leistung kämpft.

Bild wird in zahlreichen Medien verwendet

Im Rahmen der Berichterstattung über Steinbrück verwendeten zahlreiche in- und ausländische Medien das Bild, das im Rahmen des Steinbrück-Interviews entstanden ist. Das Foto des Fotografen Alfred Steffen dürfte von der Popularität her mittlerweile zu den „Bildern des Jahres 2013“ gehören. Da es einige Medienkonzerne in der Vergangenheit mit der ordnungsgemäßen Verwendung des Fotos offensichtlich nicht allzu genau genommen haben, versucht der Fotograf nun mithilfe von Anwälten, seine Rechte zu wahren.

So heißt es in dem „Urheberrechtlichen Informationsschreiben“ der GRAEF Rechtsanwälte aus Hamburg:

„Uns wurden vielfach gravierende urheberechtliche Verstöße inländischer und ausländischer Medien gemeldet, die sofort zu unterlassen bzw. zu unterbinden sind. Bitte beachten Sie insbesondere:

1. Die Originalaufnahme und/oder das Cover des Süddeutsche Zeitung Magazins dürfen nicht gewerblich verwendet werden.

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2. Die Bearbeitung, der Anschnitt und die (auch ausschnittsweise) Vervielfältigung und öffentliche Zugänglichmachung der Originalaufnahmen und/oder des Covers sind nur mit entsprechender Einwilligung gestattet.

3. Die Originalaufnahme und/oder das Cover müssen den erforderlichen Urhebervermerk nach § 13 UrhG aufweisen und zwar © Alfred Steffen oder © Alfred Steffen/Süddeutsche Zeitung Magazin. Dies ist sicherzustellen bzw. die Kennzeichnung ist nachzuholen.“

Weiterhin wurde ein gerichtliches Vorgehen wegen der rechtswidrigen Nutzungen angekündigt, ohne dass an dieser Stelle genau ausgeführt wurde, ob sich dieses lediglich auf die Verwendung in den klassischen Medien bezieht oder etwa auch gegenüber von Bloggern, die das Foto nutzen.

Fazit:

Das Vorgehen des Fotografen ist durchaus nachvollziehbar, wenn man  bedenkt, dass es häufig die Urhebernennung ist, die einem Fotografen weitere Aufträge von Personen sichert. Blogger, die das „Steinbrück’sche Stinkefinger-Foto“ in einem ihrer Beiträge eingebunden haben, kann daher nur empfohlen werden, eine entsprechende Einwilligung einzuholen oder das Bild zu löschen, um kostenintensiven Abmahnungen vorzubeugen.

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