Verkehrsrecht: Die neue Rechtslage beim „Handy am Steuer“

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Seit dem 19.10.2017 gelten strengere Regeln für das „Handy am Steuer“. Ein Fahrzeugfahrer darf ein elektronisches Gerät, wie ein Handy, nur noch unter sehr engen Voraussetzungen verwenden. Bei Zuwiderhandlungen drohen nun auch höhere Strafen.

Wann der Fahrer elektronische Geräte nutzen darf

Der Fahrer darf nur dann elektronische Geräte für Kommunikation, Information oder Organisation benutzen, wenn das Gerät dabei nicht in die Hand genommen wird. Die Bedienung darf nur mit Sprachsteuerung erfolgen oder nur eine kurze Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen erfordern. Der Fahrer hat im letzteren Fall die Benutzung auf die Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnisse anzupassen. Zum Beispiel im Schneegestöber und dichten Verkehr nachts auf der Autobahn dürfte auch eine kurze Blickabwendung, um ein Gerät zu bedienen, einen Verstoß darstellen.

Dieser Regelung unterfallen insbesondere Geräte der Unterhaltungselektronik und Ortsbestimmung, namentlich Mobiltelefone oder Autotelefone, Berührungsbildschirme, tragbare Flachrechner, Navigationsgeräte, Fernseher oder Abspielgeräte mit Videofunktion oder Audiorekorder. Davon werden also nun neben Smartphones zum Beispiel auch Tablets erfasst. Der Gesetzgeber hat die Regelung „technikoffen“ formuliert, um auch zukünftige Technologien zu erfassen. Andere elektronische Geräte, wie zum Beispiel die E-Zigarette oder ein Rasierer, sind vom Wortlaut der Vorschrift nicht erfasst. Das heißt, der Fahrer darf diese Geräte während der Fahrt auch in die Hand nehmen und benutzen.

Härtere Strafen bei Verstößen

Wer nun als Fahrer ein elektronisches Gerät entgegen den neuen Bestimmungen benutzt, den erwartet ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und der kassiert einen Punkt in Flensburg. Im Falle einer Gefährdung erhöht sich das Bußgeld auf 150 Euro und es gibt zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Kommt es noch zu einer Sachbeschädigung, erhöht sich das Bußgeld neben den zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot auf 200 Euro. Als Fahrradfahrer zahlt man nun bei einem Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro.

Lesen Sie weitere Rechtstipps zum Thema „Handy am Steuer“ auf anwalt.de:

Verkehrsrecht: Smartphone am Steuer, Smombies und andere Kuriositäten

Handy am Steuer strafbar? Nicht immer!

Handy? Sex? Flip-Flops? Was ist am Steuer erlaubt und was nicht?

Kommentare  
faraz
0 # faraz 09.11.2017, 23:22 Uhr
Thanks for sharing your knowledge اجاره خودرو
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