Smart Contracts: Automatisieren Online-Dienste das Schreiben von Verträgen?

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Bisher steckt eine Menge Arbeit darin, Verträge aufzusetzen. Das könnte bald jedoch vorbei sein. Mehrere Unternehmen arbeiten daran, das Schreiben von Verträgen zu automatisieren. Wie funktionieren die sogenannten Smart Contracts? Und wer könnte davon profitieren?

Diese Arbeit macht das Aufsetzen von Verträgen

Arbeiten zwei Parteien zusammen, halten sie das in einem Vertrag fest. Darin ist dann geregelt, wer was tun muss und wie er dafür bezahlt wird. Das erfordert in der Regel einen Anwalt, der im Detail juristisch ausarbeitet und niederschreibt, was die beiden Parteien leisten müssen. Dieser Vorgang nimmt nicht nur Zeit in Anspruch, sondern kostet auch viel Geld.

Verträge auf Blockchain-Basis

Verschiedene amerikanische Rechtsdienstleister wollen diesen Prozess automatisieren und damit vereinfachen. Dafür wollen sie die Kryptotechnik Blockchain nutzen. Die Verträge tragen den Namen Smart Contracts.

Was sind Smart Contracts?

Smart Contracts sind digitale Verträge, die auf Computerprotokollen basieren. Grundlage ist dabei die Blockchain-Technologie. Smart Contracts sollen jede Art von herkömmlichen Verträgen ersetzen. Das kann zum Beispiel beim Kauf eines Autos oder bei der Annahme eines Jobs sein. Parteien, die Smart Contracts nutzen, hätten so deutlich weniger Aufwand, diese aufzusetzen. Damit kosten sie weniger Geld.

Und: Menschliche Fehler sind nahezu ausgeschlossen, da die Technologie einen Großteil der Arbeit erledigt.

Unternehmen testet eine erste Beta

Bisher arbeiten unter anderem die Kryptowährungen Ethereum und Ripple mit Smart Contracts. Der Internet-Dienstleister Rocket Lawyer will diese Art von Verträgen als Online-Service anbieten. Das Unternehmen nennt bisher keine Details. Es ist lediglich bekannt, dass eine private Beta mit dem Namen Rocket Wallet gestartet ist. Rocket Wallet ist eine Plattform, die rechtlich bindende Verträge ausführen und bezahlen soll. Um dieses Vorhaben zu realisieren, arbeitet das Unternehmen mit dem Blockchain-Startup OpenLaw zusammen. Das Produkt soll Ende des Jahres fertig sein.

Fazit

Smart Contracts würde grundsätzlich das Aufsetzen von Verträgen vereinfachen. Daneben hätten vor allem Kleinunternehmer und Vertragsarbeiter ein wirkungsvolles Werkzeug zur Hand, eine rechtzeitige Bezahlung oder die Erfüllung anderer Vertragspflichten zu erzwingen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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