Schwarzseher: Milliardenverluste für Netflix durch Account-Sharing

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Jeder fünfte Zuschauer von Streaming-Diensten wie Amazon Prime Video oder Netflix sieht Spielfilme und Serien, ohne dafür zu zahlen. Möglich machen das Verwandte oder Freunde, die ihre Zugangsdaten unerlaubt weitergeben. Eine aktuelle Studie aus den USA hat errechnet, dass dem Marktführer damit jährlich Einkünfte in Milliardenhöhe entgehen.

24 Millionen nutzen fremde Log-ins

Wer bei aktuellen Hollywood-Produktionen auf dem Laufenden bleiben will, kommt um das Angebot großer Streamingdienste nicht mehr herum. Ist der Zugang erst einmal bezahlt, werden Username und Passwort aber oft auch von anderen Personen verwendet. Dabei gestattet Netflix zwar die Nutzung mehrerer Familienmitglieder im selben Hauhalt. Das Weitergeben der Zugangsdaten an Freunde oder Verwandte außerhalb der eigenen Wohnung ist aber untersagt. Trotzdem loggen sich rund 15 Prozent der Netflix-Zuschauer mit fremden Credentials ein. Das ergab eine Umfrage des Online-Magazins „cordcutting.com“ unter etwa 1000 Nutzern.

Accounts laufen auf Eltern und Verwandte

Rund 60 Prozent der Nicht-Zahler gaben an, Abos aus dem engen Familienkreis zu nutzen. Und das über einen Zeitraum von durchschnittlich 26 Monaten. Für den Einzelnen bedeutet das eine Ersparnis von insgesamt etwa 200 US-Dollar. Beim Anbieter allerdings summieren sich die Ausfälle. Hochgerechnet auf die Zahl der angemeldeten User und den regulären Monatspreis entsteht Netflix ein Schaden von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr. Bei Amazon Prime Video sind es aufgrund der geringeren Zuschauerzahlen immerhin noch 540 Millionen Dollar. Dass diese Summen durchaus realistisch sind, zeigt eine weitere Zahl: 60 Prozent der Schnorrer gaben an, für einen eigenen Netflix-Account zahlen zu wollen – wenn der bisher genutzte Zugang nicht mehr zur Verfügung stünde.

Neue Technologien können Abo-Schnorrer ausfindig machen

Erst Anfang des Jahres hatte das Software-Unternehmen Synamedia ein wirksames Mittel gegen das Teilen von Accounts vorgestellt. Das Programm erfasst anhand der Geodaten, wenn sich Nutzer an verschiedenen Standorten mit denselben Zugangsdaten anmelden. Angeblich lässt sich sogar erkennen, ob der Zugang über eine Geschäftsadresse, eine Privatwohnung oder ein Hotel erfolgt. Ob und gegebenenfalls wie die Streaming-Anbieter solche Technik bereits nutzen, ist nicht bekannt.

Fazit

Einer zahlt – viele streamen. Das Weitergeben von Accounts im Familien- und Freundeskreis wird von zahlreichen Nutzern als Kavaliersdelikt angesehen. Unter dem Strich kostet diese Praxis große Anbieter wie Netflix Milliarden. Die Technologie zum Auffinden von Mehrfachnutzungen steht bereit. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Streamingdienste davon Gebrauch machen.

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