PayPal: Zahlungsdienst führt Gebühr für ungenutzte Konten ein  

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Auch ein inaktiver Account verursacht Kosten. Darauf will Deutschlands beliebtester Bezahldienst aufmerksam machen, indem er eine neue Gebühr für gewerbliche Nutzer einführt. 10 Euro sollen Unternehmern pauschal in Rechnung gestellt werden, wenn ihr PayPal-Konto ein Jahr lang keine Ein- oder Ausgänge verzeichnet. Allerdings: Schon durch einmaliges Einloggen kann die Gebühr vermieden werden.

Auch Bereitstellung erzeugt Kosten

Bisher zahlen sie nur, wenn Geld eingeht. Dabei haben Shop-Besitzer nach Ansicht von PayPal auch dann zahlreiche Vorteile, wenn ihr Account über längere Zeit nicht aktiv genutzt wird. Zum einen, weil sie jederzeit eine sichere und einfache Möglichkeit anbieten, um Rechnungen zu begleichen. Darüber hinaus stellt der Zahlungsdienst digitale Produkte und Werkzeuge zur Verfügung, die den Betriebsablauf erleichtern. In den vergangenen Jahren habe man immer mehr dieser Serviceleistungen entwickelt. Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern. Um ihren Teil zur Finanzierung beizutragen, sollen nun Besitzer inaktiver Konten zur Kasse gebeten werden.

 

10,- Euro für ein Jahr

Zum 30. Juli führt die ehemalige eBay-Tochter nun eine Inaktivitätsgebühr von maximal zehn Euro ein. Diese fällt an, wenn ein Konto mindestens zwölf Monate nicht genutzt wurde. Dabei gilt es schon als Nutzung, sich einmal auf dem Account einzuloggen. In Rechnung gestellt werden soll die Gebühr ab Dezember. Dann gilt: Weist das ungenutzte Konto ein Guthaben auf, werden maximal zehn Euro abgerechnet. Ist das Guthaben geringer oder gleich null, reduziert sich der Beitrag entsprechend oder entfällt ganz.

 

Log-in genügt

Gleichzeitig mit der Einführung der Gebühr zeigt PayPal auf, wie sie umgangen werden kann. Die geplante Abbuchung wird nämlich im Voraus angekündigt. Sind die Unternehmer informiert, haben sie ausreichend Zeit für eine Nutzung ihres Kontos: Indem sie eine Zahlung empfangen, versenden oder sich einfach einmal einloggen.

 

Fazit

Mit der neuen Inaktivitätsgebühr wird PayPal nicht reich werden. Schließlich weist das Unternehmen selbst Betroffene rechtzeitig darauf hin, dass sie zur Vermeidung nur einen Log-in vorzunehmen brauchen. Trotzdem zeigt die Maßnahme, dass ein Konto mit all seinen Funktionen langfristig nicht unentgeltlich bereitgestellt werden kann. Und dass man grundsätzlich nicht davor zurückschreckt, weitere Gebühren zu erheben.

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