Achtung Abmahnung: Vorsicht bei der Werbung mit „Hyaluronkapseln“

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„Wahre Schönheit kommt von innen“ – Das scheinen Händler auch erkannt zu haben. Immer mehr Schönheitspräparate fluten den Markt. Doch was müssen Händler eigentlich bei der Werbung mit Mitteln beachten, die eine Hautverjüngung versprechen? Hierzu hat das Oberlandesgericht Düsseldorf eine interessante Entscheidung gefällt.

Werbung für Hyaluronkapseln verspricht Hautverjüngung

Der Streit drehte sich um die Werbung für Hyaluronkapseln. So sollten die Kapseln zur Behandlung von Falten beitragen. Konkret hieß es in der Werbung u.a.:

„Spürbar jüngere Haut“,
„Die sanfte Faltenbehandlung von innen!“,
„Sie haben die beste Entscheidung getroffen, wenn Sie schnell und hocheffektiv Falten so sichtbar jetzt glätten wollen und die Haut wesentlich besser aufpolstern wollen, als je möglich war“ und
„Ganz easy werden Stirnfalten geglättet. Augenfalten werden geglättet. Nasolabialfalten werden geglättet. Halsfalten werden geglättet. Dekolletfalten werden geglättet. Sie müssen nichts anderes machen, als morgens eine Kapsel nehmen und abends“

Ein Wettbewerbsverein hielt die Werbung für irreführend. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Fall jetzt entschieden.

Werbeaussagen waren nicht mit wissenschaftlichen Aussagen belegt

Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 20. Februar 2017, Az. I-20 U 10/16) untersagte die Werbung. Der Grund hierfür war, dass es an einem fundierten wissenschaftlichen Beleg für die hautverjüngende Wirkung des Präparats fehlte. Zwar hatte der Beklagte versucht, einige Nachweise für die Wirksamkeit vorzulegen. Diese waren aber alle nicht sehr aussagekräftig.

Praxis-Tipps:

1. Das Urteil bedeutet natürlich nicht, dass Händler überhaupt nicht mehr für Hyaluronkapseln und andere Schönheitspräparate werben dürfen. Händler müssen aber aufpassen, dass sie keine Wirkungen bewerben, denen in wissenschaftlicher Hinsicht Hand und Fuß fehlen.

2. Besonders in der Gesundheitswerbung gelten strenge Regeln. Rechtliche Beratung kann hier also von Vorteil sein.

3. Auch bei medizinischen Behandlungsgeräten ist bei der Werbung Vorsicht angebracht. So wurde es z.B. einem Händler zum Verhängnis, der für „Heilen mit Licht“ geworben hatte. Hier finden Sie noch einmal den Artikel zu dem Urteil: https://www.e-recht24.de/news/marketing-seo/10338-werbung-fuer-medizinische-geraete.html

Praxis-Tipp
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