Werbelüge des Jahres: Alete kassiert wieder Goldenen Windbeutel

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Foodwatch kürt jährlich seit 2009 die dreisteste Werbelüge. Im Jahr 2017 hat es wieder den Babynahrungshersteller Alete erwischt. Darüber entschieden haben die über 73.000 Teilnehmer bei der Online-Abstimmung der Verbraucherplattform. Heute Mittag versuchte das Foodwatch-Team den Preis an Alete zu übergeben - vergebens.

Zuckerhaltige Kinderkekse sind schuld

Den Namen Alete kennt nahezu jeder Verbraucher: Baby-Nahrung wird sofort damit in Verbindung gebracht. Folglich sollte in den Produkten immer nur das Beste enthalten sein. Foodwatch sah das anders und nominierte den Babybreihersteller für den diesjährigen Goldenen Windbeutel. Anlass war der Verkauf zuckriger Kekse für Babys ab dem achten Monat. Diese seien laut Produktbeschreibung sogar „babygerecht“.

Die Alete Kinderkekse wurden mit einem klaren Abstand mit insgesamt 49,95% der Stimmen zum Gewinner des diesjährigen Goldenen Windbeutels gekürt, da die Kekse alles andere als babygerecht seien.
Außerdem nominiert waren dieses Jahr die Produkte „Becel Omega-3 Pflanzenöl“, die „Lacroix Ochsenschwanzsuppe“, Kellogg’s „Urlegenden Müsli“ sowie der „Protein Drink Vanille“ von Bauer.

Kinderkekse mit 25% Zuckeranteil – foodwatch startet Protestaktion

Die Kinderkekse „zum Knabbernlernen“ weisen einen Zuckeranteil von 25% auf – höher als bei Leibniz Butterkeksen, so Foodwatch. Die Kekse sind somit nicht nur ungesund und für Babys ungeeignet, sie fördern zudem auch Karies. 30% der Babynahrungsprodukte von Alete sei Zucker beigemischt, darunter Joghurts und Puddings – und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich von Zuckerbeimischungen in Babynahrung abrät.

Heute startet eine weitere Online-Aktion, die Alete auffordert, wirklich nur noch „babygerechte“ Nahrung zu verkaufen. Zeitgleich versuchte Foodwatch am Vormittag den Goldenen Windbeutel beim Alete-Verwaltungsssitz in Bad Homburg zu überreichen – vergebens.

Alete lehnte die Auszeichnung ab und war zu keinem Gespräch bereit. Nur ein Aushang am Eingang wies auf die Aussagen hin, dass „alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten“ seien und der Zuckergehalt „deutlich gekennzeichnet“ sei. Auch die Bezeichnung „babygerecht“ sei zu verstehen als „für die kleine Hand zum Selberessen.“

Fazit

Foodwatch-Wahlleiterin Sophie Unger betont in diesem Sinne, dass es endlich gesetzliche Regelungen und Vorgaben für Babylebensmittel brauche. So kassierte Alete nun bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Auch im Jahr 2014 gewann Alete den Goldenen Windbeutel für die "Alete Mahlzeiten zum Trinken ab dem 10. Monat": Flüssiger Trinkbrei sei überzuckert und führe zu Überfütterung und Karies.

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