Marktmacht Apple: Spotify und Deezer suchen Unterstützung bei der Europäischen Union

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In einem Schreiben an die EU-Kommission bitten die Betreiber europäischer Streaming-Dienste um Hilfe. Denn beim Abschluss eines Musik-Abos in der iOS-App werden ihre Kunden kräftig zur Kasse gebeten. 30 Prozent Aufschlag auf die Monatsgebühr fordert Apple. Ein Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung, finden die Konkurrenten.

Der App Store als Mittel zur Wettbewerbsverzerrung?

Ed Sheeran und Katy Perry haben sie alle im Programm. Auch der Preis für eine monatliche Streaming-Flatrate liegt bei den meisten Anbietern einheitlich bei rund 10,- Euro. Wer sein Musik-Abo allerdings über die iOS-Software kauft, stellt fest: Während es für Apple Music bei den 10,- Euro bleibt, werden für Spotify, Deezer oder andere Streamingdienste weitere 3,- Euro pro Monat berechnet. Ein wirksames Mittel der Kalifornier, die Konkurrenz auszubremsen, meint Spotify-Chef Daniel Ek.

Seine Appelle an Musikfans, ihr Abo direkt bei Spotify und nicht in der App abzuschließen, waren offenbar ebenso wenig erfolgreich wie die Verhandlungen mit dem Internetriesen. Zusammen mit anderen Anbietern fordert er nun bereits zum zweiten Mal gesetzliche Regelungen durch die Europäische Kommission. Unternehmen wie Apple und Amazon dürften nicht ihre marktbeherrschende Position ausnutzen, um den Wettbewerb zu verzerren.

Abo kann günstiger direkt beim Anbieter abgeschlossen werden

Der Streit zwischen Apple und Spotify ist nicht neu. Um mit dem Apple-Music-Angebot mithalten zu können, wollte der schwedische Betreiber innerhalb der Spotify-App bereits eine Weiterleitung zur Webseite einbauen. So hätten Kunden den Aufpreis für eine Buchung über das Apple-Zahlungssystem umgehen können.

Da aber spielte Apple nicht mit. Stattdessen kündigte man an, die Provision im zweiten Jahr des Abonnements zu reduzieren von 30 auf 15 Prozent. Mit dieser Lösung allerdings war Spotify nicht einverstanden, denn der Aufpreis von 3,- Euro beim ersten Abschluss hätte auch weiterhin Nutzer abgeschreckt.

Fazit:

Die Europäische Union sieht die marktbeherrschende Stellung der großen Internetunternehmen durchaus kritisch. Das zeigt zum Beispiel die Strafe in Milliardenhöhe, die vor wenigen Monaten gegen Google ausgesprochen wurde. Dabei ging es um den eigenen Shopping-Dienst, der durch die Google-Suche bevorzugt wurde. Zu den Gebührenzahlungen im App Store hat Brüssel sich bisher nicht offiziell geäußert.

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