Kartellamt contra CTS Eventim: Werden Konzertkarten bald günstiger?

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Das Veranstaltungs- und Ticketunternehmen CTS Eventim nutzt seine marktbeherrschende Stellung aus. Zu diesem Schluss kommt das Bundeskartellamt und fordert Änderungen in den Verträgen mit den Vorverkaufsstellen. Die sollen künftig einen Teil der Karten auch über andere Ticketsysteme vertreiben dürfen. Eventim sieht sich ungerecht behandelt und hat Klage angekündigt.

Festlegung auf Ticketsystem ist wettbewerbswidrig

Auch als Weihnachtsgeschenk sind sie äußerst beliebt: Karten für Veranstaltungen von Helene Fischer, Rock am Ring, Mario Barth oder Eckart von Hirschhausen. Wer Kulturveranstaltungen in Deutschland besucht, kommt an CTS Eventim kaum vorbei. Das Bremer Unternehmen agiert als Veranstalter von Konzerten und Tourneen, als Betreiber des Ticketing-Systems und ist obendrein Besitzer eines eigenen großen Online-Shops im Internet.

Nach Meinung des Bundeskartellamts missbraucht der Konzern dabei seine Vormachtstellung im Markt: Vertragspartner werden verpflichtet, Tickets nur über das eigene Vertriebssystem CTS Eventim zu vermitteln. Andere Ticketsysteme haben, wenn überhaupt, nur in regional begrenzten Gebieten eine Chance. Diese Vertragsklauseln verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht und müssen innerhalb der nächsten vier Monate geändert werden. Mindestens 20 Prozent ihres Ticketangebots müssen Verkäufer dann auch über andere Systeme anbieten dürfen.

War das Kartellamt voreingenommen?

CTS Eventim allerdings ist mit dem Ergebnis der Untersuchung alles andere als einverstanden. Das Unternehmen wirft dem Kartellamt vor, im Sinne einer vorgefassten Meinung sämtliche Gegenargumente ignoriert zu haben. Tatsächlich sei der Markt für Ticketdienstleistungen hart umkämpft, vor allem durch digitale Anbieter aus dem In- und Ausland. Dies habe man auch durch eigene Gutachten und Studien belegt. Nun will das Unternehmen die Anordnung des Kartellamts vor Gericht anfechten.

Fazit

Wer auf dem Markt praktisch als einziger Anbieter agiert, muss sein Geschäftsverhalten kritisch begutachten lassen. Das hat das Bundeskartellamt noch einmal deutlich gemacht.
Dabei ist es zu dem Schluss gekommen, dass CTS Eventim durch seine Verträge andere Anbieter verdrängt. Ein Gericht soll nun klären, ob die Behörde bei ihrer Bewertung sorgfältig genug vorgegangen ist.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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