Unlauterer Wettbewerb: Flixtrain verklagt Deutsche Bahn

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Erst Flixbus, jetzt Flixtrain: Das Startup Flixmobility macht der Deutschen Bahn auf Deutschlands Verkehrswegen Konkurrenz. Auf der Schiene sieht sich das Unternehmen dabei durch die Bahn benachteiligt und hat daher Klage eingereicht. Was wirft Flixtrain der Deutschen Bahn vor?

So funktioniert Flixtrain

Flixtrain verfügt über keine eigenen Züge, sondern vermittelt Passagiere gegen Provision an Subunternehmen. Diese stellen die Züge und Lockführer bereit. Flixtrain stellt die entsprechende Webseite und verkauft die Tickets. Bisher macht das Unternehmen der Deutschen Bahn damit auf den Strecken von Köln nach Hamburg sowie von Stuttgart nach Berlin Konkurrenz.

Darum verklagt Flixtrain die Deutsche Bahn

Flixtrain sieht sich auf der Plattform bahn.de benachteiligt. Denn: Die Bahn zeigt dort laut der eingereichten Klage oftmals keine Preise oder Sparpreise für Flixtrains an. Zudem finden sich auf der Seite fehlerhafte Fahrpläne zu ihren Zügen. Und: Nutzen User den Suchfilter „Schnelle Verbindungen bevorzugt“, zeigt die Plattform oftmals keine Flixtrain-Angebote an.

Flixtrain verkauft zwar einen Teil seiner Tickets über seine hauseigene Buchungsseite, die zentrale Auskunftsplattform für Verbraucher ist jedoch nach wie vor die Seite der Bahn. Diese ist gesetzlich verpflichtet, Kunden dort alle Reiseoptionen auf der Schiene anzuzeigen. Der Vorwurf lautet daher: unlauterer Wettbewerb. Flixbus hat Ende Juli vor dem Landgericht Hamburg Klage eingereicht.

So reagiert die Deutsche Bahn auf die Klage

Die Deutsche Bahn gab an, die Klage sei eingegangen und werde geprüft. Gleichzeitig verwies das Unternehmen darauf, dass es nach Gesprächen mit Flixtrain bereits Änderungen im Sinne von Flixtrain vorgenommen hätte.

Fazit

Flixtrain will mit seiner Klage für einen fairen Kampf auf den Schienen sorgen. Dabei könnte die vor dem Landgericht Hamburg eingereichte Klage nur der Anfang sein. Flixtrain gab an, dass ihre Züge in letzter Zeit mehrere Städte – unter anderem Düsseldorf – umfahren mussten. Das Resultat: zahlreiche Verspätungen und einige Streichungen. Die Bahn sprach von Baustellen, die alle Züge betreffen. Flixtrain drohte daher mit weiteren rechtlichen Schritten, sollte die Deutsche Bahn keine wirtschaftlichen Lösungsvorschläge machen.

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