Falsche Wartezeiten: Gaststätte verklagt Google

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Das Bräustüberl Tegernsee ist eine viel besuchte Gaststätte mit über 7.000 Bewertungen bei Google. Die Besucher loben vor allem die schnelle Bedienung und den sehr guten Service. Trotzdem gibt Google teils sehr lange Wartezeiten an. So spricht die Suchmaschine an Wochenenden teilweise von 90 Minuten Wartezeit. Das verärgert den Wirt Peter Hubert. Denn: Gäste könnten von den Wartezeitangaben abgeschreckt werden. Er verklagt daher Google. Zu einer Verhandlung kommt es jedoch erst gar nicht. Was beendete den Rechtsstreit vorzeitig?

Das unternahm das Bräustüberl gegen die Google-Angaben

2017 machten Gäste den Wirt auf die Wartezeiten bei Google aufmerksam. Er habe dann versucht, diese aus dem Netz entfernen zu lassen. Im Juli reagierte Google auf die Anfrage und löschte die Angaben.

Google wollte jedoch keine Unterlassungserklärung abgeben. Das heißt: Es könnte die Angaben jederzeit wieder veröffentlichen. Zudem verteidigte Google seine Wartezeitangaben. Das Unternehmen verwende weltweit denselben Algorithmus. Dieser werte die Wartezeiten aus, die auf den anonymen Daten von Personen, die die Gaststätte besucht haben, basieren. Genauso funktionieren auch die Angaben zu Besuchsdauer und zu den Stoßzeiten.

Darum kam es nicht zur Verhandlung vor Gericht

Die mündliche Verhandlung zwischen Google und dem Bräustüberl war für den 28. August 2019 vor dem Landgericht München I angesetzt. Dazu kam es jedoch nicht. Google hatte es sich anders überlegt und die Unterlassungserklärung unterschrieben. Das Unternehmen bat daher das Gericht, die Verhandlung abzusagen. Damit konnte sich der Wirt gegen Google durchsetzen. User finden bei Google nach wie vor nur noch die Öffnungszeiten und die Bewertungen der Besucher. Google verwies jedoch darauf, dass der Wirt die Angaben jederzeit wieder freischalten lassen könne.

Fazit

Das ist nicht der erste Ärger, den Google mit seinem Kartendienst verursacht. So legte Google kürzlich ÖPNV-Daten falsch aus und erfand eine neue U-Bahn-Linie in Berlin. In einem anderen Fall machte Google Maps aus Sandsteinfelsen in der Sächsischen Schweiz Hochhäuser.

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