Autovermietung Sixt: Ist der Werbespruch „Ab ins Gelände“ irreführend?

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Die Autovermietung Sixt ist für ihre auffälligen Werbesprüche bekannt. Dafür heimste das Unternehmen bereits mehrere Preise ein, unter anderem für die beste Flughafenwerbung 2013. Gleichzeitig hat Sixt mit seiner Werbung immer mal wieder Ärger. So verklagte zum Beispiel Oskar Lafontaine 1999 die Autovermietung, weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Der Bundesgerichtshof wies die Klage am Ende zurück. Jetzt steht der Anbieter für seine Werbung erneut vor Gericht. Diesmal im Fokus: der Werbespruch „Ab ins Gelände“ für die von Sixt angebotenen SUVs. Ist Sixt diesmal zu weit gegangen?

So warb Sixt für seine SUVs

Um seine SUV-Mietautos anzupreisen, warb Sixt auf seiner Internetseite unter anderem mit dem Slogan „Ab ins Gelände – Mieten Sie eines unserer Offroad Modelle“. Und weiter: „…und genießt es, jenseits der üblichen Straßen seinen Fahrspaß zu haben. Erst wenn das Auto zu hüpfen anfängt und Schlamm von der Erde hochspritzt, kommt er richtig in Stimmung.“

Das Problem: Die Geschäftsbedingungen erlauben es gar nicht, mit den SUVs abseits der Verkehrswege im freien Gelände zu fahren. Kunden dürfen die SUVs nur auf öffentlichen Verkehrswegen verwenden.

Wettbewerbszentrale verklagt Sixt

Die Wettbewerbszentrale stufte die Werbung als irreführend ein. Denn: Sie erwecke beim Verbraucher den Eindruck, er dürfe mit dem Auto im freien Gelände fahren. Tatsächlich dürften sie jedoch nur den öffentlichen Straßenverkehr nutzen. Die Wettbewerbszentrale reichte daher Klage vor dem Landgericht (LG) München I ein (Az. 39 O 3955/19).

Was sagt Sixt zu den Vorwürfen?

Sixt weist die Vorwürfe zurück. Verbraucher könnten mit den SUVs auf Feld-, Wald- und Wiesenwegen fahren, solange diese für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind. Das ließ der Anwalt von Sixt wissen.

Fazit

Der Richter des Verfahrens ließ bereits in der mündlichen Verhandlung eine Tendenz der Kammer erkennen. So gab er zu verstehen: Nach momentaner Auffassung sehe es so aus, dass der Werbespruch von Sixt nicht nur eine werbliche Übertreibung sei. Am 5. März spricht das LG München sein Urteil.

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