Kartellverfahren: Apple sieht keine Marktdominanz

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Apple rückt immer mehr ins Visier der Wettbewerbshüter. Die EU-Kommission leitete erst kürzlich zwei Untersuchungen gegen den Konzern ein. Der Vorwurf der Konkurrenz: Apple missbrauche seine marktdominante Stellung. Apple verteidigte sich jetzt. So gab Apple Manager Daniel Matray, Europachef für den App Store und Apples Mediendienste, an, dass das Unternehmen in keinem Markt dominant sei. Wie sieht Apple seine Stellung am Markt? Und was genau untersucht die EU-Kommission?

Was überprüft die EU-Kommission bei Apple?

Die EU-Kommission hat zwei kartellrechtliche Untersuchungen gegen Apple eingeleitet. Angestoßen hatten diese unter anderem die Unternehmen Spotify und Rakuten. Spotify kritisiert, dass Apple für Abo-Abschlüsse innerhalb der iPhone-App 30 Prozent Provision nimmt. Beim eigenen Streamingdienst Apple Music kann der Konzern alle Einnahmen behalten. Spotify reichte daher im März 2019 offiziell Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Rakuten steht mit seiner E-Book-App Kobo in Konkurrenz zu Apples Book Store. Die Kommission prüft daher, ob Apple beim Vertrieb von Apps und Inhalten die Rolle eines Gatekeepers eingenommen hat.

Daneben untersucht die Behörde, ob Apple mit seinem Bezahldienst Apple Pay den Wettbewerb verzerrt. Denn: Zahlungsdienstleister können beim iPhone kontaktloses Bezahlen an NFC-Terminals nur über Apple Pay anbieten. Die Kommission prüft, ob Apple Verbrauchern so die Vorteile der neuen Zahlungstechnologie vorenthält.

In diesem Konkurrenzkampf sieht sich Apple

Apple weist den Vorwurf zurück, den Markt zu dominieren. Das Unternehmen habe viele Konkurrenten wie Google, Samsung, Lenovo und LG. Dabei gebe es in allen Geschäftsbereichen starke Wettbewerber, wie bei Computern, Tablets, Wearables, Karten- und Bezahldiensten. Daher habe Apple in keinem Markt eine dominante Position.

So stuft Apple seinen App Store ein

Im App Store würden für alle App-Anbieter die gleichen Regeln gelten. Und: Ein Großteil der Apps müsse keine Provision an Apple zahlen. Der App Store behindere daher den Wettbewerb nicht. Er fördere ihn. Und: Er habe die heutige App-Economy ermöglicht.

Fazit

Bereits als die EU-Kommission angab, Apples Verhalten zu untersuchen, zeigte sich der Konzern enttäuscht. Die Vorwürfe seien haltlose Beschwerden einiger weniger Unternehmen.

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Kommentare  
VK
-1 # VK 10.07.2020, 07:57 Uhr
Genau genommen hat Apple recht. Bis auf den Smart Watch Markt ist Apple nirgendwo auch nur ansatzweise Marktführer.
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