Marktmacht: Slack reicht Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft ein

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Erst im letzten Jahr hatte Slack angegeben, dass Microsofts Teams keine Konkurrenz sei. Denn: Teams sei auf Videokonferenzlösungen ausgelegt. Slack habe die Zusammenarbeit mit Menschen im Blick. Mittlerweile hat Microsoft bei Teams jedoch viele neue Funktionen eingeführt. Und: Es kündigte an, dass User bald gemeinsam Dokumente bearbeiten und Absprachen treffen können. Slack kritisierte daher kürzlich, dass Microsoft zu wenig reguliert werde. Jetzt hat Slack bei der EU-Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft eingereicht. Was wirft Slack Microsoft vor?

Das wirft Slack Microsoft vor

Microsoft habe sein Produkt Teams illegal in seine marktbeherrschende Office-Suite eingebunden. Es habe Millionen von Usern gezwungen, Teams zu installieren und zu behalten. Eine Entfernung sei nicht möglich. Und: Dabei habe es auch die wahren Kosten für Unternehmenskunden verschleiert. Das sei wettbewerbswidrig und ein Verstoß gegen EU-Recht.

Microsoft verhalte sich damit so wie in den 90er-Jahren, als es ebenfalls ein schwaches Nachahmerprodukt geschaffen habe. Zwischen 1995 und 1998 kämpften im sogenannten Browserkrieg Microsofts Internet Explorer und Netscape Navigator um die Gunst der Nutzer. Am Ende konnte sich Microsoft durchsetzen.

Das fordert Slack von der EU-Kommission

Slack fordert von der EU-Kommission, schnell zu handeln. Nur so könne die Behörde sicherstellen, dass Microsoft seine Marktmacht nicht weiter missbrauche, indem es Produkte bündele. Microsoft hat auf die Vorwürfe bisher nicht reagiert.

EU-Kommission untersucht große Digitalkonzerne

Marktbeherrschende Digitalkonzerne stehen immer wieder im Verdacht, den Wettbewerb zu verzerren. Erst kürzlich leitete die EU-Kommission daher gegen Apple eine kartellrechtliche Untersuchung ein. Zuvor Beschwerde eingelegt hatten Spotify und Rakuten. Sie kritisieren unter anderem das Provisionsmodell in Apples App Store und die Funktionsweise von NFC über Apple Pay. Apple bezeichnet die Beschwerden als haltlos.

Fazit

Die EU-Kommission bestätigte, dass sie eine Wettbewerbsbeschwerde von Slack erhalten hat. Die Behörde will die Beschwerde jetzt prüfen. Sie entscheidet dann, ob sie eine formale Untersuchung einleitet.

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