Studie: Provisionen in Apples App Store nicht zu hoch

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Die EU-Kommission untersucht derzeit, ob Apple mit seinem App Store den Wettbewerb verzerrt. Eine von Apple in Auftrag gegebene Studie sollte jetzt herausfinden, ob die Provisionen im App Store wettbewerbswidrig sind. Die von Apple finanzierte Untersuchung nahm dafür 38 digitale Marktplätze für Apps und Software sowie Videospielplattformen unter die Lupe. Sie kam zu dem Schluss: Apple verlangt eine marktübliche Provision von Unternehmen. Wie begründet die Studie das? Und warum genau ermittelt die EU-Kommission gegen Apple?

Darum untersucht die EU-Kommission Apple

Im März 2019 legte der Musikstreaming-Dienst Spotify offiziell Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Spotify bemängelt, dass Apple für Abo-Abschlüsse innerhalb der iPhone-App 30 Prozent Provision nimmt. Beim eigenen Streamingdienst Apple Music kann das Unternehmen die gesamten Einnahmen behalten. Apple könnte daher in seinem App Store die Rolle eines Gatekeepers eingenommen haben. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob das so ist und wie das den Wettbewerb verzerrt.

Warum sollen die Provisionen im App Store nicht zu hoch liegen?

Die Ergebnisse der Apple-Studie sagen: Apples Provisionen im App Store sind nicht wettbewerbswidrig. Denn: Alle 4 direkten Konkurrenten nehmen ebenfalls 30 Prozent. Lediglich Microsoft genügen in bestimmten Fällen 15 Prozent. Amazon gibt einen 10-Prozent-Rabatt für Streaming-Dienste. Und: Bei Abos verlangen Apple und Google nach einem Jahr nur noch 15 Prozent Provision.

Diese Tarife verglich die Studie auch mit weiteren Marktplätzen wie Ticket-Verkäufern, Ride-Sharing-Diensten und Reiseportalen. Dabei zeigte sich, dass auch dort Unternehmen ähnliche Provisionen verlangen. So nimmt Airbnb bis zu 20 Prozent von Hotels, Uber bis zu 25 Prozent von seinen Fahrern und Amazon bis zu 17 Prozent von Marketplace-Händlern.

Darum soll der App Store lukrativ sein

Daneben macht die Studie klar: App-Entwickler machen über den App Store deutlich mehr Umsatz als über physische Einzelhandelsverkäufe. So kassieren Entwickler und Publisher beispielsweise bei Videospielen weniger als 45 Prozent des Einzelhandelspreises. Vor der Zeit digitaler Marktplätze lag diese Quote noch niedriger.

Fazit

Apple muss sich derzeit nicht nur vor der EU-Kommission verantworten. In den USA beschäftigt sich das Parlament ebenfalls mit der Frage, ob Apple das Kartellrecht verletzt. Dafür muss Apple-CEO Tim Cook jetzt vor dem House Judiciary Committee aussagen.

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