Kartellrecht: Reiseunternehmen reicht Wettbewerbsbeschwerde gegen Google ein

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Stiehlt Google Inhalte und Daten von seinen Partnern im Reisemarkt? Das werfen die deutschen Reise-Startups Trivago, Flix Mobility, GetYourGuide, HomeToGo und Omio dem Konzern vor. HomeToGo reichte daher jetzt eine Wettbewerbsbeschwerde bei der EU-Kommission ein. Die Konkurrenten prüfen derzeit ebenfalls eine Beschwerde. Was genau werfen die Unternehmen Google vor? Und wie sieht die Suchmaschine den Reisemarkt?

Das werfen die Reiseunternehmen Google vor

Die Reiseunternehmen werfen Google vor, dass es seine Marktmacht missbrauche, indem es Daten von ihnen stehle, um so Konkurrenzprodukte aufzubauen. Sie vermuten, dass Google sie auf diese Weise mittelfristig aus dem Markt drängen will.

Seit einigen Tagen testet Google einen eigenen Vergleich von Freizeitaktivitäten. Dabei tauchen zum Beispiel Daten von GetYourGuide in der Suche auf. Beim Buchungsprozess kommen Nutzer mit der Marke GetYourGuide jedoch kaum noch in Berührung. Die Reise-Startups befürchten daher, dass sie nicht nur weiter eine Provision an Google zahlen müssen, sondern User sich auch an Google als Reiseplaner gewöhnen.

Unterstützt die Politik das Vorgehen gegen Google?

FDP-Chef Christian Lindner gab an, dass Google sein Monopol nutze, um andere Bereiche zu erobern. Eine Novelle des Wettbewerbsrechts soll das verhindern. Bisher blockiere das Justizministerium diese noch. Das gab Thomas Jarzombek, Digitalbeauftragter des Wirtschaftsministeriums, an.

Nicht die erste EU-Beschwerde gegen Google

Bereits 2009 gab es erste Beschwerden gegen Googles Praktiken. 2017 kam die EU-Kommission dann zu dem Schluss: Google muss 2,42 Milliarden Euro Bußgeld bezahlen. Denn: Google hat sich mit seinem Preisvergleichsportal einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft. Dagegen wehrt sich die Suchmaschine rechtlich bis heute.

EU-Kommission prüft Googles Fitbit-Übernahme

Zudem befürchtet die EU-Kommission, dass Google durch die geplante Übernahme von Fitbit Gesundheitsdaten aus Fitness-Trackern für einen Wettbewerbsvorteil bei Online-Werbung nutzen könnte. Die Behörde hat daher eine Untersuchung eingeleitet.

Fazit

Google kann die Vorwürfe der deutschen Reiseunternehmen nicht nachvollziehen. So gab die Suchmaschine erst kürzlich vor dem US-Kongress an, dass der Reisemarkt schwer umkämpft sei.

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