Wettbewerbsrecht: Verbraucherschützer kritisieren Amazons Marktmacht

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Marktplätze geben Händlern die Chance, ihre Produkte Millionen von Verbrauchern anbieten zu können. Mittlerweile nutzt aber vor allem Amazon seine Plattform auch dazu, um selbst Produkte zu verkaufen. Es hat daher – auch durch die andauernde Corona-Pandemie – eine Marktmacht erreicht, die Verbraucherschützern Sorgen bereitet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband forderte daher jetzt einen besseren Wettbewerbsschutz. Was sieht der Verband bei Amazon besonders kritisch? Und was fordert er von der Bundesregierung?

Was sehen Verbraucherschützer bei Amazon kritisch?

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, kritisiert, dass Amazon nicht mehr nur als Marktplatz, sondern auch als Verkäufer auftritt. Amazon nutze dabei seine über die Plattform gesammelten Daten, um Usern zielgenau Produkte anbieten zu können. Das seien dann die Produkte, die bei Kunden besonders beliebt sind. Das sei problematisch. Denn: Auf diese Weise würden Marktplätze wie Amazon vom Schiedsrichter zum Mitspieler, so Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Das fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband von der Bundesregierung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht es als dringend an, dass die Bundesregierung ihr neues Wettbewerbsrecht einführt. Dies würde dem Bundeskartellamt Möglichkeiten an die Hand geben, die Marktmacht einzelner großer Player einzuschränken – und so für einen fairen Wettbewerb zu sorgen.

Klaus Müller fordert dabei eine europaweite Lösung. Auf diese Weise könnte man die großen Digitalkonzerne wie Amazon, Facebook, Google, Apple und Alibaba an europäisches Recht binden.

Fazit

Bisher hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Entwurf für ein neues Wettbewerbsrecht vorgelegt. Dieser sieht strengere Spielregeln für Plattformen mit großer Marktdominanz vor. Um der Marktmacht großer Unternehmen entgegenzuwirken, sollen vor allem Kartellbehörden mehr Kompetenzen erhalten. So sollen sie Konzernen verbieten können, Angebote von Wettbewerbern ungleich zu behandeln. Verbraucherschützer werfen Amazon immer wieder vor, dass es seine eigenen Angebote in den Suchergebnissen vor der Konkurrenz platziert. Das neue Wettbewerbsrecht soll es Kartellbehörden daher ermöglichen, dass sich Verbraucher unbeeinflusst für das beste Angebot entscheiden können.

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