Samsung: Bundeskartellamt kritisiert Werbebanner bei Smart-TVs

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Bereits seit Jahren zeigt Samsung Werbebanner im Menü seiner Smart-TVs an. Im Netz beschweren sich jetzt immer mehr Kunden darüber. So verlangen sie von Samsung, die Werbung zu stoppen. Sie raten anderen davon ab, einen Fernseher von Samsung zu kaufen. Und: Sie diskutieren, wie man die Anzeigen am besten blockieren kann. Jetzt kritisierte auch das Bundeskartellamt die Werbebanner. Es stufte sie als unzumutbare Belästigung ein. Wie personalisiert Samsung die Werbung? Und kann das Bundeskartellamt eingreifen?

Wo ist die Werbung zu sehen?

Schalten User das On-Screen-Menü auf ihrem Fernseher ein, zeigt Samsung nicht immer nur die klassischen Kacheln der installierten Apps wie von Netflix an. Oftmals blendet Samsung auch einen großen Werbebanner oberhalb der App-Leiste als auch in der Leiste selbst ein. Nutzer berichten, dass sie dabei unter anderem Anzeigen für Streamingdienste und Discounterketten zu sehen bekommen.

Wie viele Kunden sehen die Anzeigen?

Samsung selbst gibt an, derzeit auf rund 30 Millionen Smart-TVs in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Russland Werbebanner anzuzeigen. Einfach ausschalten können Nutzer die Anzeigen nicht.

So personalisiert Samsung die Werbung

Samsung nutzt eine „automatische Inhaltserkennung“, um die Werbung für Nutzer zu personalisieren. Der TV-Hersteller erklärt, dass er dafür Inhalte aus linearem Fernsehen, Spielekonsolen, Apps und Set-Top-Boxen analysiert. Er wertet das Userverhalten aus und zeigt dann personalisierte Werbung an.

Kann das Bundeskartellamt eingreifen?

Das Bundeskartellamt kann die Werbebanner zwar kritisieren. Die Behörde kann jedoch nicht selbst eingreifen. Denn: Sie verfügt nicht über die Befugnis, mögliche Rechtsverstöße per Verfügung abzustellen. Das Bundeskartellamt gibt an, dass bisher noch keine Wettbewerbszentrale und kein Verbraucherverband gegen die Werbung vorgeht. Durch die aktuelle, öffentliche Kritik könnte sich das jedoch bald ändern.

Fazit

Bereits im Juli hatte das Bundeskartellamt in seiner Sektoruntersuchung festgestellt: Smart-TVs von fast allen großen Herstellern können zahlreiche personenbezogene Daten erheben. Sie können die Daten für Werbezwecke verwenden. Die Behörde forderte die Hersteller daher auf, Kunden besser über die Datenverarbeitung zu informieren.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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