Check24: Verband verklagt Vergleichsportal wegen Vermittlungsprovisionen

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Everybody dance now! Die Werbung nervt, ist aber extrem erfolgreich. Allerdings hat Check24 nun juristischen Ärger. Der „Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute“ verklagt das Unternehmen Es geht um Vermittlergebühren, die die Unternehmen an Check24 zahlen.

Unlauterer Wettbewerb? BVK verklagt Check24

Vergleichsportale im Internet boomen. Ob Elektroartikel, Mobilfunktarife oder Hausratversicherungen – immer mehr Kunden recherchieren vor dem Kauf oder Vertragsabschluss auf entsprechenden Online-Seiten. Im Fall von Check24 kann über die Website auch gleich eine Versicherung abgeschlossen werden. Dabei ist vielen Besuchern nicht klar, dass die Versicherungsgesellschaft dafür eine Vermittlungsgebühr zahlt, so wie bei einem niedergelassenen Makler. Aus Sicht von BVK-Präsident Michael H. Heinz ist das unzulässig: Das Vergleichsangebot sei nur ein Deckmantel, um Kunden anzulocken.

Das größte deutsche Vergleichsportal im Internet ist nämlich eingetragener Versicherungsmakler. Es erhält also für jeden vermittelten Vertrag eine entsprechende Provision und ist dazu verpflichtet, seine Kunden ausführlich zu beraten. Aber wissen die das überhaupt? Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) bezweifelt das und klagt wegen unlauteren Wettbewerbs.

Gesetzliche Anforderungen an Makler

Die strengen Auflagen für die Branche dagegen vernachlässige das Portal, meint der BVK. So müsse dem Verbraucher der Status als Versicherungsvermittler eigentlich von Anfang an deutlich gemacht werden. Darüber hinaus sei jeder Makler zu einer umfassenden individuellen Beratung einschließlich Bedarfsanalyse des Kunden verpflichtet. Anforderungen, die der BVK bei dem Online-Portal nicht erfüllt sieht, weshalb er Check24 bereits im Juni abmahnte. Doch das Münchner Unternehmen sah keinen Handlungsbedarf: Mithilfe der Preisvergleiche und über telefonische Beratung erfülle man das Gesetz und den Auftrag als Makler.

Rechtsgutachten bestätigt Bundesverband der Versicherungskaufleute

Aber auch der Maklerverband ist sich seiner Sache sicher. Ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten bei einem Berliner Experten für Versicherungsrecht legt dar, dass eine Versicherungsplattform unlauter handelt, wenn sie dem Verbraucher Informationen vorenthält, die für eine fundierte Entscheidung notwendig sind. Nun soll das Münchner Landgericht in der Sache entscheiden. Vom Ausgang des Verfahrens dürften neben Check24 indirekt auch die Konkurrenzanbieter Verivox und Toptarif betroffen sein.

Fazit:

Der Streit zwischen dem Bundesverband der Versicherungskaufleute und dem Online-Portal Check24 geht in eine neue Runde. Nachdem eine Abmahnung keinen Erfolg brachte, erhebt der Verband nun Klage wegen unlauteren Wettbewerbs. Ob Check24 seinen Anforderungen als Versicherungsmakler gerecht wird, muss nun vor Gericht entschieden werden.

 

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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