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Nachdem WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen beim Verfassen gefälschter Rezensionen am Samstag erwischt wurde, tritt dieser nun als Geschäftsführer der WeTab GmbH zurück. Der Firmenchef hatte das eigene Produkt im Online-Shop von Amazon unter falschem Namen gelobt. Aufgedeckt hatte dies der Blogger Richard Gutjahr, der zwei besonders gute Beurteilungen des Tablet-Computers unter die Lupe genommen hatte.
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Hoffer von Ankershoffen und seine Frau hatten unter den Pseudonymen Peter Glaser und Claudia Kaden positive Bewertungen zu dem umstrittenen Tablet WeTab abgegeben. Beide gaben dem Tablet fünf Sterne - also die Bestnote. Der vermeintliche Peter Glaser schrieb dazu: "Ich muss meine vorige Rezension korrigieren: Das WeTab ist nicht gut sondern sehr sehr gut." und "Hab gerade in Facebook Farmville gespielt, macht richtig Spass auf nem TouchScreen." Zusammengefasst schrieb Hoffer von Ankershoffen alias Peter Glaser: "Insgesamt macht das WeTab einen sehr sehr guten Eindruck. Ich kann das Teil nur empfehlen und warte sehr gespannt auf die Android App Unterstützung!"
Unter dem Alias Claudia Kaden schrieb Ankershoffens Frau Sandra: "ich bin kein Techniker wie die anderen hier, aber ich finde das WeTab sehr schön und genau wie ich es mir vorgestellt habe." Sie finde "Die "Daumen-Navigation" (heisst das so?) praktisch" und "Den Lüfter hör ich überhaupt nicht, springt nur ganz selten an, prima."
Den Kommunikations-Fauxpas gestand Hoffer von Ankershoffen nun in einer Pressemitteilung ein. Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon seien privat verfasst worden, ohne sich mit der übrigen Geschäftsführung oder der Kommunikationsabteilung abzustimmen, heißt es in der Erklärung des Wetab-Chefs. Dieser wollte damit seiner Freude über den Markstart und seiner Überzeugung, dass das Wetab ein tolles Gerät sei, Ausdruck verleihen, schreibt er weiter. Inhaltlich stehe er voll hinter dem, was er geschrieben habe. Allerdings sei es ein Fehler gewesen, nicht den eigenen Namen für die Bewertung zu verwenden. Dafür möchte sich der Wetab-Erfinder entschuldigen. Wegen der anhaltenden Diskussionen über seine Person habe er sich entschieden, seine Position als Geschäftsführer der Wetab GmbH bis auf weiteres ruhen zu lassen. Die Vertretung nach außen übernimmt der zweite Geschäftsführer Tore Meyer. Hoffer von Ankershoffen bleibt jedoch Sprecher der Geschäftsführung und Gesellschafter des von ihm gegründeten Softwareentwicklers Neofonie.
Fazit:
Neofonie hatte mit seinem Tablet Wetab schon von Beginn an kein glückliches Händchen. Die erste Produktpräsentation geriet zum Desaster, weil kein lauffähiges Gerät zur Verfügung stand. Das mediale Echo war überwiegend negativ. Danach wurde das Multimedia-Tablet Wepad überraschend in Wetab unbenannt. Nach dem Verkaufsstart des Wetab-Tablets zeigten sich viele der ersten Käufer enttäuscht, da die angekündigten Funktionen wie Multitouch, ein App-Market und Skype fehlten. Es bleibt zu hoffen, dass die Rezessionen unter falschem Namen nunmehr den Abschluss der Pannenserie darstellen.
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