Das Anfang diesen Jahres gestartete Community-Portal SchülerVZ hat nun damit begonnen ein Jugendschutz-System auf seiner Plattform-Seite zu etablieren. In der vergangenen Woche wurden der Holtzbrinck-Verlag und seine Tochter StudiVZ als Betreiberin des Portals von der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) über eine Vielzahl von jugendgefährdenden Inhalten auf der speziell für Schülerinnen und Schüler ausgerichteten Plattform informiert.
In einer ersten Aktion wurden nun nach eigenen Angaben von SchülerVZ über 100 verschiedene Diskussionsgruppen gesperrt und ungefähr 20 eingetragene Mitglieder wegen dem Bereitstellen problematischer Inhalte verwarnt. Darüber hinaus werden zur Zeit alle vorhandenen Einträge, Kommentare und Profile überprüft. Auch wurde nach Angaben von SchülerVZ vorerst ein einfacher Filter eingebaut, der die Suche nach bestimmten Stichworten behindert. Dieser solle in den nächsten Monaten durch eine leistungsfähigere und intelligentere Filterversion ersetzt werden. Zudem ist geplant die Anzahl der Mitarbeiter zur Überprüfung des Portals aufzustocken.
Weitere Maßnahmen sind die Einführung von altersbezogenen Benutzergruppen und einer Informationsseite für Eltern. Allerdings besteht für Personen die sich anmelden weiterhin die Möglichkeit relativ einfach über ihr wahres Geburtsdatum zu täuschen. SchülerVZ gibt die aktuelle Anzahl der registrierten Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ca. 900.000 an.
Fazit:
Nach dem Start der Plattform im Februar 2007 nach dem Vorbild der Studenten-Community-Seite StudiVZ haben die Betreiber nun damit begonnen, etliche Maßnahmen zum Jugendschutz einzuführen. Es bleibt allerdings abzuwarten inwieweit diese tatsächlich erfolgreich sein können und ob dadurch die Belange des Jugendschutzes verbessert werden.
Autor: Philipp Otto
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