Wer aktiv im Internet unterwegs ist, wird sich sicherlich auch über zahlreiche Spam-E-Mails freuen, die regelmäßig im eigenen Mail-Account landen. Ein juristisches Vorgehen gegen diese störenden Werbenachrichten hat bislang wenig Sinn gemacht, da die Mails häufig aus dem Ausland versendet wurden.
An dieser Stelle hat nun die EU eingegriffen und angekündigt, zukünftig einheitlichere und vor allem strengere Gesetze schaffen zu wollen, was die Ahnung vom Versand unerwünschter Werbenachrichten angeht. Einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studie zufolge sind 65% der EU-Bürger von Spam-Nachrichten betroffen. Weiterhin wurde im Rahmen der Studie deutlich, dass die Anti-Spam-Gesetze in den EU-Ländern extrem unterschiedlich weit und streng ausgelegt sind. So gibt es im Vergleich zu deutschem Recht beispielsweise in Großbritannien aufgrund einer starken Lobby nahezu keine effektiven Sanktionen gegen Spamming.
Fazit:
Einheitlichere Gesetze und vor allem strengere Sanktionen gegen den Versand von unerwünschten Werbenachrichten sind eindeutig zu begrüßen, um in Zukunft eventuell die ein oder andere nervige Spam-Mail weniger zu erhalten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob mit dem neuen EU-Verstoß das Spamming wirklich effektiv unterbunden werden kann, wenn man einmal bedenkt, dass die viele Spammer einfach ins nicht-europäische Ausland abwandern würden. Man darf auf jeden Fall darauf gespannt sein, welche Entwicklungen es zukünftig in dieser Angelegenheit geben wird.
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