Online-Steuer: Abgabe für Pakete soll stationären Handel retten

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Worum geht's?

Die strengen Lockdown-Vorschriften sorgen dafür, dass das lukrative Vorweihnachtsgeschäft in diesem Jahr hauptsächlich im Internet stattfindet. Das Virus verstärkt aber nur einen Trend, der Kommunalpolitikern und Einzelhändlern schon lange Sorgen bereitet. CDU und CSU im Bundestag haben nun einen Lösungsvorschlag präsentiert: eine Paketsteuer, die den Ladenbesitzern zugutekommt.

„Pakt für lebendige Innenstädte“

Das Positionspapier der Fraktion sieht das Auflegen eines sogenannten „Innenstadt-Fonds“ vor. Damit sollen Unternehmer unterstützt werden, die ihre Läden in der City während der Corona-Krise schließen mussten. Die Hilfe könnte in Form von Überbrückungshilfen, Schnellkrediten oder auch Steuer-Erleichterungen erfolgen. Ein Teil des Geldes könnte dabei aus Steuereinnahmen stammen, der Rest aus der neuen Paketabgabe. Die sollen Onlinehändler für jede Sendung an das Finanzamt abführen. Die Höhe ist dabei abhängig vom Bestellwert. Ob die Shops sich das Geld über Preiserhöhungen von ihren Kunden zurückholen, bleibt ihnen überlassen.

Corona-Geschäft für Online-Händler

Die Unionsfraktion will auf diese Weise die Schieflage beseitigen, die sie schon lange im Verhältnis zwischen niedergelassenem und Onlinehandel sieht. Inhaber lokaler Geschäfte trügen mit ihren Steuern zum Haushalt der Gemeinden bei. Internet-Händler nutzten zwar ebenfalls die örtliche Infrastruktur, würden aber finanziell nicht an den Kosten beteiligt. Aus der SPD-Fraktion wird Zustimmung signalisiert. Die Innenstädte litten dramatisch unter dem Lockdown, während der Onlinehandel profitiere. Eine „Online-Steuer“ könne für mehr Chancengleichheit sorgen.

Kein Gegeneinander

Vom Verband des Einzelhandels HDE hingegen ist Kritik zu vernehmen. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth erklärte, mit einer solchen Abgabe träfe man auch stationäre Anbieter, die ihre Waren zusätzlich über das Internet vertrieben. Die Zukunft des Handels liege in der Kombination der beiden Kanäle. Sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Genth plädierte stattdessen dafür, Lieferungen aus Fernost stärker zu kontrollieren. Ein fairer Wettbewerb setze voraus, dass auch von diesen Händlern Steuern bezahlt und Regelungen für Produktsicherheit eingehalten würden.

Fazit

Eine Extra-Abgabe für Online-Shopper soll dazu beitragen, krisengeschädigten Einzelhändlern wieder auf die Beine zu helfen. Das Positionspapier der Union findet bei Verbrauchern wenig Zustimmung. Dass es zusätzlich auch noch vom Einzelhandelsverband abgelehnt wird, deutet darauf hin, dass es so bald wohl nicht umgesetzt werden wird.

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Anke Evers
Journalistin und Texterin, freiberuflich

Anke Evers absolvierte ihr Studium in Sozial- und Kommunikationswissenschaft und hat als Redakteurin für verschiedene Radio- und Fernsehsender gearbeitet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet Anke Evers als freiberufliche Journalistin im Online-Bereich. Ihre umfassende Fachkenntnis bringt sie seit 2015 in das Redaktionsteam von eRecht24 ein, wo sie insbesondere für die Erstellung von News-Beiträgen verantwortlich ist.

Vic
Lokale Ladenbesitzer die sich nicht im Stande fühlen dem mordernen Zeiten anzupassen hat keine Hilfe verdient. Es sit das eine das Bestellungen überwiegend Online getroffen werden oder gleich direkt beim Hersteller eingekauft wird weil man sich die zwischen Kosten sparen möchte. Nur weil ein paar alte sich nicht dem Digitalismus beugen wollen darf man nicht die bestrafen die sich anpassen können und auch kreative ideen entwickeln.CSU / CDU gehört generell aus der Politik ausgeschlossen da deren Religiösen ansichten nicht dem normalen weltbild fügen. :D
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