Datenschutzerklärung für ActiveCampaign

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ActiveCampain ist ein US-amerikanischer E-Mail-Marketing-Anbieter, über den Unternehmen ihre E-Mail-Kampagnen planen, durchführen, verwalten und auswerten können. Der Fokus der Software liegt auf E-Mail-Marketing, Marketing-Automation und CRM-Automatisierung. Kunden können so über ActiveCampaign ihre Marketing- und Vertriebsprozesse optimieren. Der Anbieter hat mehr als 75.000 Kunden.

 

Für ActiveCampaign benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist ActiveCampaign datenschutzrechtlich relevant?

Um Newsletter per E-Mail und SMS verschicken zu können, müssen Webseitenbetreiber zunächst die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer der User erheben. Diese Daten sind personenbezogene Daten und daher durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders geschützt.
So können Webseitenbetreiber ActiveCampaign datenschutzkonform verwenden
Um beim Einsatz von ActiveCampaign die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen, müssen Webseitenbetreiber diese Pflichten erfüllen:

Double-Opt-In für E-Mail- und SMS-Newsletter

Um die E-Mail von Usern datenschutzgerecht zu erheben, können Webseitenbetreiber das Double-Opt-In-Verfahren nutzen. Dabei fragen sie zunächst die Mailadresse der User ab und lassen sie in diesem Kontext in das Abonnieren des Newsletters einwilligen. Und: Seitenbetreiber weisen gleichzeitig darauf hin, dass Nutzer den Newsletter jederzeit wieder abbestellen können. Nutzer erhalten dann eine Mail, der ihnen die Anmeldung für den Newsletter anzeigt. Mit einem Klick auf einen Link in der Mail können User die Anmeldung dann bestätigen.

Um die Telefonnummer für SMS-Marketing zu erhalten, können User das Double-Opt-In-Verfahren in abgewandelter Form nutzen. Dazu fragen Webseitenbetreiber über eine Online-Maske zunächst die Telefonnummer der Nutzer ab. Dabei klären sie auf, dass sie mit Eintragen ihrer Nummer den Newsletter abonnieren.

Und: Wie beim E-Mail-Marketing müssen Seitenbetreiber hier auch darauf verweisen, dass User den Newsletter jederzeit wieder abbestellen können. Diese Hinweise sollten sie per Opt-in-Verfahren vom Nutzer bestätigen lassen. Danach sollten Seitenbetreiber im nächsten Schritt in der Online-Maske die Telefonnummer des Newsletter-Absenders anzeigen. User können diese speichern und eine SMS an die Nummer mit dem Befehl „Start“ versenden. Das aktiviert den Newsletter.

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Immer dann, wenn Dritte Zugriff auf die Kundendaten eines Unternehmens erhalten, müssen die beiden Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Das gibt § 28 DSGVO vor. ActiveCampaign erhält vollen Zugriff auf verschiedene, zum Teil personenbezogene Daten der Kunden. Seitenbetreiber müssen daher mit ActiveCampaign einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Dieser sollte ansprechen,

  • welche Nutzerdaten ActiveCampaign wie lange speichert,
  • warum und wie es diese Daten verarbeitet und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

ActiveCampaign ist ein US-amerikanisches Unternehmen, der seinen Kunden ein amerikanisches Pendant zum Vertrag zur Auftragsverarbeitung bietet. Dies entspricht in der Regel den Vorgaben der DSGVO. Der Anbieter ist zudem mit dem EU-US-Privacy-Shield zertifiziert. Der Privacy-Shield ist ein Übereinkommen zwischen der EU und den USA. Es soll die Einhaltung europäischer Datenschutz-Standards in den USA sichern.

Verzichten Webseitenbetreiber darauf, mit ActiveCampaign einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung zu schließen, droht ihnen ein Bußgeld von bis zu 10 Millionen Euro oder von bis zu 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Das schreibt Art. 83 Abs. 4 lit. a DSGVO vor.

Datenschutzerklärung anpassen

§ 13 Abs. 1 DSGVO schreibt vor: Seitenbetreiber müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen, warum sie für den Einsatz von ActiveCampaign

  • personenbezogene Daten sammeln,
  • wie lange sie die personenbezogenen Daten speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 DSGVO) und
  • dass User der Einwilligung in die Datenerhebung jederzeit widersprechen können.

Darüber hinaus müssen Seitenbetreiber in ihrer Datenschutzerklärung informieren, dass sie mit ActiveCampaign einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen haben und wie der E-Mail-Anbieter die Userdaten nutzt.

Rechtsprechung zum Versand von Newslettern über ActiveCampaign

Am 10.02.2011 hat der Bundesgerichtshof entschieden: Seitenbetreiber müssen die Erlaubnis der User über das Double-Opt-In-Verfahren einholen, wenn sie Newsletter an ihre E-Mail-Adresse versenden wollen (Az. I ZR 164/09). Und: Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am 17.03.2016 bestätigt, dass Webseitenbetreiber Usern im Rahmen des Double-Opt-In-Verfahrens eine Mail zukommen lassen dürfen, um die Anmeldung für den Newsletter bestätigen zu lassen (Az: I-15 U 64/15).

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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