Datenschutzerklärung für TeamViewer

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Was macht Teamviewer?

TeamViewer ist eine Fernwartungssoftware, mit der User Screens teilen, Audio- und Videokonferenzen abhalten und Dateien austauschen können. Weltweit nutzen rund 200 Millionen Kunden Teamviewer. Was müssen Unternehmen datenschutzrechtlich beachten, wenn sie die Software verwenden?

Der Punkt "Teamviewer" muss Bestandteil Ihrer Datenschutz­erklärung sein!

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Warum ist TeamViewer datenschutzrechtlich relevant?

Unternehmen, die bei TeamViewer einen Account anlegen, beispielsweise für eine kostenpflichtige Lizenz, müssen unter anderem Daten angeben wie

  • Name,
  • Adresse,
  • E-Mail-Adresse,
  • Name des Unternehmens,
  • Telefonnummer,
  • Land,
  • gewählte Bezahlmethode und
  • Steuer-ID.

Die Plattform führt die erhobenen Daten zusammen und erstellt über Profiling-Maßnahmen ein umfangreiches User-Profil. Dies soll dabei helfen, Kunden möglichst passende Produkte anbieten zu können. TeamViewer selbst gibt an, sich dabei so weit wie möglich auf pseudonymisierte Daten zu stützen.

Daneben erhebt Teamviewer Daten, die während Audio- und Videokonferenzen anfallen. So speichert der Anbieter beispielsweise Daten wie

  • Usernamen,
  • E-Mail-Adressen und
  • IP-Adressen.

Dabei handelt es sich zum Teil um personenbezogene Daten. Diese sind durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) besonders geschützt. Unternehmen müssen daher verschiedene datenschutzrechtliche Vorschriften beachten.

TeamViewer datenschutzkonform verwenden

Um TeamViewer datenschutzkonform einzusetzen, müssen Unternehmen diesen Pflichten nachkommen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Ob Unternehmen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) mit Teamviewer abschließen müssen, ist von der Verwendung des Tools abhängig. In der Regel erheben sie über die Software jedoch zahlreiche personenbezogene Daten und geben sie an TeamViewer weiter. Unternehmen sollten daher sichergehen und einen AV-Vertrag mit dem dahinterstehenden Anbieter abschließen. Unternehmen, die eine individuelle Datenverarbeitungsvereinbarung benötigen, erhalten eine geeignete unterschriebene Vorlage.

Bei dem Vertrag sollten Unternehmen sicherstellen, dass dieser festhält,

  • welche Userdaten TeamViewer sammelt und speichert,
  • wie lange es diese Daten speichert,
  • warum es diese Daten speichert und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen müssen in ihrer Datenschutzerklärung angeben, dass sie mit TeamViewer einen AV-Vertrag geschlossen haben. Dabei sollten sie erwähnen,

  • warum und welche Userdaten sie speichern,
  • wie lange sie diese Daten speichern,
  • welche Rechtsgrundlage das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO),
  • warum sie die Daten an Teamviewer weitergeben,
  • dass Nutzer der Datenerhebung und -speicherung jederzeit widersprechen können.

Rechtsprechung zur Verwendung von TeamViewer

Bisher liegt – soweit ersichtlich – keine Rechtsprechung zum Einsatz von TeamViewer vor. Unternehmen, die jedoch keinen AV-Vertrag mit dem Anbieter abschließen, droht ein Bußgeld. Dies kann bei bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes liegen. Deutsche Datenschutzbehörden haben für fehlende AV-Verträge daher diese Bußgelder ausgesprochen:

Datenschutzbehörde Hamburg zum AV-Vertrag

Im Dezember 2018 sprach die Datenschutzbehörde Hamburg ein Bußgeld in Höhe von gut 5.000 Euro gegen einen Versandunternehmen aus. Dies hatte mit einem beauftragten Dienstleister keine Auftragsverarbeitungsvereinbarung geschlossen.

Datenschutzbehörde Baden-Württemberg zum AV-Vertrag

Im März 2021 sprach die Datenschutzbehörde Baden-Württemberg ein Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro gegen den Bundesligaclub VfB Stuttgart aus. Dieser hatte zwischen 2016 und 2018 mehrere tausend Mitgliederdaten an Dienstleister weitergegeben, um diese weisungsgebunden verarbeiten zu lassen. Dafür hatte der Verein jedoch keinen AV-Vertrag mit den Dritten geschlossen.

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