Datenschutzerklärung für Mastercard

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Worum geht's?

Mastercard ist ein Zahlungsdienstleister mit Sitz in New York. Unternehmen können Mastercard als Zahlungsoption auf ihrer Webseite einbinden. Kunden können dann Produkte und Dienstleistungen darüber bezahlen – vorausgesetzt, sie besitzen eine Kreditkarte des Anbieters.

  

Für Mastercard benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

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Warum ist Mastercard datenschutzrechtlich relevant?

Integrieren Unternehmen Mastercard als Zahlungsoption auf ihrer Webseite, erheben sie darüber personenbezogene Daten. Denn: Kunden müssen bei der Bezahlung über Mastercard schützenswerte Daten wie

  • Name,
  • Anschrift,
  • E-Mail und
  • Kreditkartennummer

angeben. Diese Daten sind durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders geschützt. Unternehmen müssen daher verschiedene Vorschriften der DSGVO beachten.

So können Händler Mastercard datenschutzkonform nutzen

Verwenden Unternehmen Mastercard als Zahlungsoption auf ihrer Webseite, warten auf sie diese rechtlichen Plichten:

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen, dass sie Mastercard als Zahlungsdienstleister nutzen. In diesem Kontext müssen sie erklären,

  • warum sie dabei personenbezogene Daten erheben,
  • wie lange sie diese Daten speichern und
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 DSGVO).

Gemäß DSGVO können Nutzer der Datenerhebung jederzeit widersprechen. Darauf müssen Unternehmen Nutzer in ihrer Datenschutzerklärung hinweisen. Aber: User können nicht der Datenerhebung widersprechen, die für die Zahlungsabwicklung über Mastercard zwingend notwendig ist.

Datensparsamkeit beachten

Um eine Zahlung über einen Dienstleister abzuwickeln, benötigen Unternehmen in der Regel lediglich Kundendaten wie den Namen und die Kreditkartennummer. Weitere Daten sollten sie in diesem Kontext nicht abfragen. Ansonsten verstoßen sie gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit der DSGVO.

Rechtsprechung zu Mastercard

Aus Unternehmenssicht gibt es – soweit ersichtlich – keine Rechtsprechung zum Datenschutz von Mastercard. Aus Verbrauchersicht kam es im August 2019 jedoch zu einem Datenleck bei Mastercard. So tauchten über 90.000 Kundendaten des Bonusprogramms „Priceless Specials“ in einem Online-Forum auf. Darunter waren Namen, Kontonummern, E-Mail-Adressen, Anschriften und Telefonnummern zu finden. Mastercard sah sich jedoch nicht selbst, sondern Drittpartner verantwortlich. Mehr als 2000 Kunden wandten sich daher an die Europäische Gesellschaft für Datenschutz (EuGD). Ein Verfahren landete vor dem Landgericht (LG) Karlsruhe. Dies entschied: Mastercard muss keinen Schadensersatz zahlen. Es handelt sich um einen Bagatellschaden. Jetzt soll der Bundesgerichtshof entscheiden.

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