Fake-Bewertungen: Amazon ergreift erste Maßnahmen

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Gefälschte oder gekaufte Bewertungen finden User auf nahezu allen Online-Portalen. In Bezug auf Amazon häufen sich jedoch die Berichte, dass dort besonders viele Fake-Bewertungen zu finden seien. Um dem entgegen zu wirken, ist Amazon Deutschland jetzt aktiv geworden. Welche Maßnahmen ergreift der Konzern, um den Rezensionsbetrug einzudämmen?

Anzeige

Amazon warnt Händler vor bezahlten Rezensionen

Amazon hat eine Information an alle Amazon-Händler herausgeschickt. Darin verweist der Marktplatz darauf, dass bezahlte Bewertungen gemäß der Community-Richtlinien verboten sind. Und: Amazon gehe streng gegen Verstöße vor. Die Richtlinien geben unter anderem vor, dass Kundenrezensionen vom Kunden stammen, richtig und vollständig sein müssen und nicht gekauft sein dürfen.

Um den Kampf gegen Fake-Bewertungen auch im Seller-Konto präsenter zu machen, hat Amazon den neuen Unterpunkt „Verstöße gegen unsere Richtlinien für Produktrezensionen von Kunden“ eingeführt.

Wie will Amazon Fake-Bewertungen aufdecken?

Amazon gibt an, mit Prüfteams und maschinellem Lernen zu arbeiten, um unechte Rezensionen aufzudecken. Dazu überprüft das Unternehmen alle eingehenden und bestehenden Bewertungen. Händler, die gegen die Richtlinien verstoßen, riskieren eine vorrübergehende Sperre, einen dauerhaften Ausschluss oder rechtliche Schritte durch Amazon.

Amazon sperrt Accounts

Diese angedrohten Maßnahmen hat der Konzern direkt umgesetzt. So suspendierte er einige Händler. Diese erhielten in diesem Rahmen ein Infoschreiben, das darauf hinwies, dass sie Kundenrezensionen manipuliert haben und dies gegen die Richtlinien verstoße.

Amazon sperrt Bewertungsvermittler

Daneben sperrte Amazon auch bekannte Bewertungsvermittler wie Amarate, AMZStarts und AMZTigers. Diese verkaufen Produkt-Rezensionen an Amazon-Händler.

Amazon sperrt Produkte

Andere Händler berichten davon, dass Amazon einzelne ihrer Produkte gesperrt hat. Der Marktplatz gab an, diese würden auf ihre Rezensionen hin geprüft. Das dauere bis zu 7 Tage.

Fazit

Amazon stand mittlerweile stark unter Druck, auf die zahlreichen Vorwürfe zu reagieren. Im April hatte die britische Verbraucherorganisation „Which?“ herausgefunden, dass ca. 20 Prozent der Rezensionen auf Amazon.co.uk gefälscht sind. Und: Das Bundeskartellamt ermittelt derzeit, welche Bewertungssysteme besonders anfällig für Manipulationen sind. Die Ergebnisse will das Kartellamt öffentlich vorstellen.

Anzeige
Kommentare  
Franke Matheus
+1 # Franke Matheus 14.07.2019, 09:43 Uhr
Ich habe einen offentlichlichen Fakehändler gemeldet aber Amazon dreht nur Däumchen.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Tom
+1 # Tom 02.08.2019, 10:36 Uhr
Amazon besteht nur aus Fake Rezensionen
Angeblich prüfen sie was ein absolute Lüge ist da viele Rezensionen mit Sprachübersetzer generiert wurden (vermute China-Deutsch)und völlig unlesbar sind .Sätze die Null Sinn ergeben zum Produkt .Aber Amazon Amateure machen nix. Nicht mal wenn man Fake Rezensionen meldet
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
David
0 # David 08.08.2019, 22:23 Uhr
Amazon ist völlig unfähig bei der Bekämpfung von Fake-Rezensionen. Der Account eines Verwandten wurde gehackt (natürlich wurde ein schlechtes Passwort verwendet), es wurden ein paar Produkte für unrealistisch niedrige Preise gekauft und dann 5-Sterne-Bewertungen abgegeben. Amazon hat auf die Supportanfrage natürlich noch nicht reagiert und wenn ich die Bewertungen abändere, um andere Nutzer zu warnen, geht es nicht durch den Spam-Filter (aber die Fake-Bewertungen natürlich schon).
Amazon ist sehr praktisch, aber langsam bin ich am überlegen, die Prime-Mitgliedschaft zu beenden und mich ganz von der Plattform abzuwenden. So ein beschissener Kundenservice ist schlichtweg nicht zu überbieten. Andere Online-Shops für spezifische Produkte arbeiten mittlerweile ähnlich schnell und liefern innerhalb von Minuten gute Antworten von einem kompetenten Mitarbeiter.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Gunnar
0 # Gunnar 08.09.2019, 16:05 Uhr
Ich bin bei Amazon gerade auf der Suche nach einer USB-Lichterkette und habe dort bei vielen Anbietern den ganz deutlichen Eindruck, dass fast alle (guten) Bewertungen Fälschungen sind. Die schreiben unter deutschen Namen, aber verwenden genau dasselbe falsche Deutsch wie in der Produktbeschreibung.
Gleiches ist mir jetzt gehäuft bei anderen Produkten aufgefallen, zum Beispiel bei einem doppelseitigen abwaschbaren Klebeband, das in leicht verschiedenen Formen plötzlich von sehr vielen Händlern angeboten wird. Auch hier findet sich dieses falsche Deutsch, das sich auf die genau gleiche Art falsch liest wie die Beschreibungen der Klebebänder.
Da gehört echt mal etwas gemacht. So kann man die Bewertungsfunktion jedenfalls fast komplett vergessen. Oder man muss eben sehr genau hingucken, um die unechten Rezensionen zu erkennen und auszuklammern.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Achtung Amazon-Händler: Dürfen fremde Produktfotos verwendet werden? Amazon-Händler verwenden für ihre Angebote Produktfotos um die angebotenen Artikel gut zu bewerben und dem Käufer einen Eindruck zu verschaffen. Dabei können ...
Weiterlesen...
Vorsicht Falle: Was Händler bei Werbung mit Auszeichnungen beachten sollten Besondere Auszeichnungen können für Händler ein gutes Werbemittel sein, um Kunden anzulocken. Das dabei aber auch rechtlich einiges schief gehen kann, zeigt ein...
Weiterlesen...
Achtung Händler: Wann sind Sternchenhinweise in Online Shops notwendig? Achtung Abmahnung: Müssen Händler die Kunden in Anzeigen zwingend mit Sternchenhinweisen aufklären? Immer wieder müssen sich Händler vorwerfen lassen, sie wü...
Weiterlesen...
Satirische Werbung von Lucky Strike mit Dieter Bohlen erlaubt Der Zigarettenhersteller Lucky Strike verwendet in Werbekampagnen gerne Anspielungen auf aktuelle Geschehnisse und Personen die im Lichte der Öffentlichkeit ste...
Weiterlesen...
Produktfotos: Was passiert, wenn auf dem Foto etwas anderes abgebildet ist als im Angebot steht? Die richtige Gestaltung von Verkaufs-Angeboten stellt Shopbetreiber und Händler bei eBay, Amazon & Co. immer wieder vor Probleme. Heute: Was passiert wenn i...
Anzeige DSGVO
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMEOrdnungsgemäße Rechnungen einfach online erstellen!Suchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-PrüfungFairness im Handel
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support