Datenschutzerklärung für Amazon Partnerprogramm

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Über das Amazon Partnerprogramm können Webseitenbetreiber Usern per Affiliate-Link Empfehlungen für Produkte mitgeben. Klicken Nutzer auf den Link, gelangen sie auf die Produktseite von Amazon. Kaufen sie das Produkt, erhält der Webseitenbetreiber eine Provision dafür.

 

Für Amazon Partnerprogramm benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist das Amazon Partnerprogramm datenschutzrechtlich bedenklich?

Je nachdem, welches Amazon-Plugin oder -Widget Webseitenbetreiber nutzen, senden sie personenbezogene Daten der User, wie die IP-Adresse oder den Browser-Typ, an Amazon. Möglich machen das Amazon-Plugins, die Scripte oder iFrames nutzen. Gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dürfen Webseitenbetreiber jedoch nur personenbezogene Daten verarbeiten und weiterleiten, wenn sie dafür vorher die Einwilligung der User eingeholt haben.

Wie können Webseitenbetreiber das Amazon Partnerprogramm datenschutzkonform einbinden?

Um das Amazon Partnerprogramm datenschutzkonform auf ihrer Webseite einzubinden, müssen Seitenbetreiber
1) entweder die Einwilligung der User in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten einholen
2) oder ein Plugin verwenden, das die Vorgaben der DSGVO erfüllt.

Das Wordpress-Plugin AAWP beispielsweise sammelt keine personenbezogenen Daten der Seitenbesucher, sobald es aktiviert ist. Ausnahme: Um den Lizenzschlüssel für das Plugin zu aktivieren oder zu deaktivieren und um das Plugin zu aktualisieren, sendet dies

  • den Lizenzschlüssel,
  • die verwendete AAWP-Version,
  • die Version der Wordpress-Installation,
  • den Namen der Webseite,
  • die URL der Webseite,
  • die Sprache der Webseite und
  • die Zeitzone

an den Lizenz-Server. Einmal aktiv, setzt das Plugin keine Cookies. Aktivieren Webseitenbetreiber die Geotargeting-Funktion, verwendet das Plugin einen begrenzten Session-Cookie, um das Herkunftsland der Seitenbesucher zwischenzuspeichern. Das ist gemäß der DSGVO jedoch nicht zulässig, da so auch die IP-Adresse des Users ausgewertet werden kann. Seitenbetreiber sollten das Geotargeting daher nicht verwenden.

Weiterhin sollten Webseitenbetreiber auch keine von der Amazon-API bereitgestellten Produktbilder auf ihrer Seite einbinden. Denn: Auf diese Weise kann Amazon die IP-Adresse der Webseitenbesucher auslesen.

Daneben müssen Seitenbetreiber in ihrer Datenschutzerklärung darauf hinweisen, dass sie am Amazon Partnerprogramm teilnehmen. Dazu sollten sie Nutzern ausführlich erklären, wie das Programm funktioniert und über welches Plugin sie die Affiliate-Links setzen. Zudem sollten sie auch auf die Geschäftsbedingungen und Richtlinien zur Datenverarbeitung von Amazon verweisen.

Rechtsprechung zum Amazon Partnerprogramm

Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet derzeit, ob Webseitenbetreiber eine wirksame Einwilligung der User für die Verwendung von Cookies einholen, wenn die Checkbox beim Cookie-Hinweis vorausgewählt ist. Dafür hat der BGH den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um Hilfe gebeten. Der Generalbundesanwalt sieht Webseitenbetreiber in der Pflicht, die Einwilligung der User per Opt-In einzuholen. In der Praxis schließt sich der EuGH häufig der Einschätzung des Generalbundesanwalts an.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am 17.12.2015 entschieden: Es ist ausreichend, wenn Webseitenbetreiber User über das Opt-Out-Verfahren über die Verwendung von Cookies informieren.

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