Datenschutzerklärung für Google AdSense

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Was macht Google AdSense?

Google AdSense ist ein Dienst, über den Webseitenbetreiber Werbung auf ihren Seiten einblenden können. Unternehmen buchen über Google Ads die Werbeplätze, um dann auf diesen Seiten zu erscheinen. Damit Werbeplatz und Webseite zusammenpassen, wertet Google dafür vorher die Interessen und bisher besuchten Seiten von Usern aus. Auf diese Weise finden Nutzer auf den Webseiten thematisch passende oder verwandte Werbeanzeigen, die sie interessieren könnten.

Der Punkt " Google AdSense" muss Bestandteil Ihrer Datenschutz­erklärung sein!

Ihre Nutzer müssen in Ihrer Datenschutz­erklärung bei Verwendung dieses Dienstes informiert werden.

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Ist die Nutzung von Google AdSense zulässig?

Verwenden Sie ein Tool oder Programm, das personenbezogene Daten verarbeitet, werden diese Daten an den Dienstanbieter des Tools übermittelt. Je nachdem, in welchem Land der Dienstanbieter sitzt (Sitz des Datenempfängers), kann diese Datenübermittlung problematisch sein.

Denn: Übertragen Sie personenbezogene Daten aus der EU in ein Drittland, ist dies nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Und zwar dann, wenn das Schutzniveau für die Datenübermittlung in ein Drittland mit dem der EU der Sache nach gleichwertig ist. Bietet das Drittland ein angemessenes Datenschutzniveau, verabschiedet die EU-Kommission einen Angemessenheitsbeschluss.

Der Diensteanbieter von Google AdSense ist Google Ireland Limited. Es können jedoch auch personenbezogene Daten an das Mutterunternehmen Google LLC übertragen werden. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in den USA. Es gibt einen Angemessenheitsbeschluss für die Datenübermittlung in die USA. Zusätzlich ist die Datenübertragung in die USA rechtlich aber erst dann zulässig, wenn der Datenempfänger außerdem nach dem Datenschutzabkommen EU-USA (Data Privacy Framework) zertifiziert ist.

Google LLC ist DPF-zertifiziert. Die Nutzung des Tools Google AdSense ist zulässig.
[Stand:15.01.2024]

Wichtig:
Nur weil die Datenübertragung mit diesem Tool rechtlich zulässig ist, bedeutet dies nicht, dass das Programm automatisch datenschutzkonform ist. Damit Sie nicht gegen den deutschen Datenschutz verstoßen, müssen Sie zusätzliche Pflichten erfüllen. Welche das sind, lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Datenübertragung in die USA finden Sie in unserem Artikel "Privacy Shield 2.0: Datentransfer in die USA".

Darum ist Google AdSense datenschutzrechtlich relevant

Google setzt für AdSense einen Cookie auf die jeweilige Webseite, um die IP-Adresse sowie die individuellen Aktivitäten der User auszulesen und zu speichern. Auf diese Weise kann Google ein personenbezogenes Profil der Nutzer erstellen. Webseitenbetreiber, die Google AdSense nutzen, erhalten von Google dann die entsprechenden Daten, um den Erfolg ihrer Anzeige auszuwerten. Da es sich dabei jedoch um personenbezogene Daten handelt, müssen Seitenbetreiber verschiedene datenschutzrechtliche Pflichten beachten.

So nutzen Sie Google AdSense datenschutzkonform

Um Google AdSense gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verwenden, müssen Seitenbetreiber diese Pflichten erfüllen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Seitenbetreiber geben Nutzerdaten an Google zur Verarbeitung weiter. Dafür müssen sie mit Google einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) schließen. Das schreibt Art. 28 DSGVO vor.

Checkliste
Der Vertrag muss erklären,
  • welche Nutzerdaten Google speichert und verarbeitet,
  • wie lange es die Daten speichert,
  • warum es die Daten speichert und verarbeitet und
  • welche Rechte und Pflichten beide Seiten haben.

Alles Wichtige zur Auftragsverarbeitung haben wir in unserem Artikel „DSGVO Auftragsverarbeitung: Was ist das und was geht mich das an?“ zusammengetragen.

Datenschutzerklärung aktualisieren

Webseitenbetreiber müssen Nutzer in ihrer Datenschutzerklärung umfassend über die Datenerhebung und die Datenverarbeitung durch Google AdSense informieren.

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Checkliste

Dazu müssen sie angeben,  
  • dass ihre Webseite Google AdSense nutzt,
  • was Google AdSense mit ihren Daten macht,
  • dass ihre Seite Cookies für AdSense verwendet,
  • dass ihre Seite IP-Adressen von Usern speichert,
  • dass sie die gewonnenen Daten an Google in die USA weiterleiten,
  • und dass User der Datenerhebung widersprechen können.

Darüber hinaus müssen Webseitenbetreiber auf die Datenschutzbestimmungen von Google AdSense hinweisen. Auf diese Weise können sich User ein eigenes Bild machen, was mit ihren Daten bei Google passiert.

Einwilligung in Cookies einholen

Unternehmen benötigen eine Einwilligung der Nutzer, um Cookies für Google AdSense verwenden zu dürfen. Sie können die Einwilligung zum Beispiel über einen Hinweis im Cookie Banner einholen.

Nutzer müssen den Cookie Banner und damit den Hinweis auf den Cookie jedoch ausdrücklich bestätigen können. Ein vorangekreuztes Kästchen ist daher rechtlich unzulässig. Warum die Einwilligung in Cookies über ein Consent Tool besonders einfach ist, zeigen wir in unserem Beitrag zu den 6 gängigsten Cookie Consent Tools.

Alternativ können Seitenbetreiber das Einwilligungstool von Google AdSense nutzen. Das Tool basiert auf Googles Funding Choices, das wiederum den Standard „Transparency and Consent Framework“ des Branchenverbandes IAB Europe unterstützt. Die belgische Datenschutzbehörde APD hat das Framework gerade jedoch als rechtlich unzulässig erklärt. Seitenbetreiber sollten daher das Einwilligungstool von Google AdSense nicht nutzen.

Standardvertragsklauseln prüfen

Seitenbetreiber versenden Nutzerdaten an Google in die USA. Auch wenn eine Datenübertragung an das Mutterunternehmen durch DPF-Zertifizierung zulässig ist, empfehlen wir Ihnen nach Möglichkeit den Abschluss von Standardvertragsklauseln sowie eine Datentransfer-Folgenabschätzung vorzunehmen.

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