Datenschutzerklärung für Google AdSense

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Google AdSense ist ein Dienst, über den Webseitenbetreiber Werbung auf ihren Seiten einblenden können. Unternehmen buchen über Google AdWords diese Werbeplätze, um dann auf diesen Seiten zu erscheinen. Damit Werbeplatz und Webseite zusammenpassen, wertet Google dafür vorher die Interessen und bisher besuchten Seiten von Usern aus. Auf diese Weise finden Nutzer auf den Webseiten thematisch passende oder verwandte Werbeanzeigen, die sie interessieren könnten.

 

Für Google AdSense benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

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Darum ist Google AdSense datenschutzrechtlich problematisch

Google setzt für AdSense einen Cookie auf die jeweilige Webseite, um die IP-Adresse sowie die individuellen Aktivitäten der User auszulesen und zu speichern. Auf diese Weise kann Google ein personenbezogenes Profil der Nutzer erstellen. Webseitenbetreiber, die Google AdSense nutzen, erhalten von Google dann die entsprechenden Daten, um den Erfolg ihrer Anzeige auszuwerten.Da es sich dabei jedoch um personenbezogene Daten handelt, dürfen sie diese nur mit der Einwilligung der Nutzer erheben. Datenschutzbehörden gehen davon aus, dass Webseitenbetreiber selbst dafür verantwortlich sind, die Zustimmung einzuholen. Haben sie diese nicht, verstoßen sie gegen deutsche Datenschutzbestimmungen.

So können Webseitenbetreiber Google AdSense datenschutzkonform verwenden

Damit Webseitenbetreiber Google AdSense datenschutzkonform verwenden können, müssen sie Nutzer in ihrer Datenschutzerklärung umfassend über die Datenerhebung und die Datenverarbeitung informieren. Dazu müssen sie angeben,

  • dass ihre Webseite Google AdSense nutzt,
  • was Google AdSense mit ihren Daten macht,
  • dass ihre Seite Cookies verwendet,
  • dass ihre Seite ihre IP-Adressen speichert und
  • dass sie diese gewonnenen Daten an Google in die USA weiterleiten.

Darüber hinaus müssen Webseitenbetreiber auf die Datenschutzbestimmungen von Google AdSense hinweisen. Zuletzt müssen sie einen Cookie-Hinweis auf ihrer Webseite einblenden, der über die Speicherung von Cookies auf dem Gerät des Nutzers informiert.Gleichzeitig müssen Webseitenbetreiber Usern ermöglichen, der Datenerhebung zu widersprechen. Dazu sollten sie ebenfalls in den Datenschutzhinweisen aufklären,

  • wie User ihre Cookies im Browser deaktivieren,
  • wie sie in den Google Einstellungen interessenbezogene Werbung deaktivieren und
  • was die Funktion „Do not track“ im Browser bedeutet.

Rechtsprechung zu Google AdSense

Die Rechtslage zu Google AdSense ist bisher nicht eindeutig geklärt. Es gibt – soweit ersichtlich – keine Urteile zur Datenschutzproblematik von Google AdSense selbst. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat jedoch am 19.10.2016 entschieden, dass IP-Adressen personenbezogene Daten darstellen, wenn es Seitenbetreibern so möglich ist, die hinter der IP-Adresse stehende Person zu identifizieren (C-582/14).

Darüber hinaus hat das Landgericht Berlin am 06.09.2007 entschieden, dass die Speicherung von IP-Adressen ohne Einwilligung der User nicht zulässig nicht (Az. 23 S 3/07). Dem gegenüber steht jedoch die Entscheidung des Amtsgerichts München. Dies hat am 30.09.2008 festgestellt, dass zumindest dynamische IP-Adressen keinen personenbezogenen Daten darstellen, da sie lediglich einen Internetanschluss identifizieren können - nicht aber den Nutzer selbst (Az. 133 C 5677/08).

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