Datenschutzerklärung für Google Analytics IP-Anonymisierung

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Google Analytics ermöglicht es Webseitenbetreibern, zahlreiche Daten zu ihren Besuchern zu sammeln und zu bewerten. Das wiederum lässt sie ihre Seite optimieren. Bisher haben Webseitenbetreiber in diesem Rahmen auch die IP-Adresse von Nutzern abgespeichert und diese an Google in die USA weitergeleitet. Über die neue Funktion „anonymizeIp“ in Google Analytics können sie IPs seit kurzem anonymisieren.

 

Für Google Analytics IP-Anonymisierung benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

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IP-Adressen und Datenschutz

Datenschützer gehen davon aus, dass IP-Adressen als personenbezogene Daten einzustufen sind. Diese dürfen Seitenbetreiber jedoch nur erheben, wenn sie die Zustimmung der User dazu haben. In der Regel liegt diese Einwilligung jedoch nicht vor, da dies einen enormen Zusatzaufwand für die Seitenbetreiber bedeuten würde. Die Erhebung der IP-Adressen widerspricht daher nach Ansicht von Datenschützern deutschen Bestimmungen.

So können Webseitenbetreiber rechtssicher IP-Adressen erheben

Um diese Problematik zu lösen, hat Google vor kurzem die Funktion „anonymizeIp“ bei Google Analytics hinzugefügt. Webseitenbetreiber können jetzt die IP-Adressen ihrer Besucher verkürzen. Die Funktion löscht die letzten 8 Bit der IP-Adresse, so dass diese verkürzt und damit anonymisiert ist. Das heißt in der Praxis: Seitenbetreiber können zwar nach wie vor grob sehen, woher ihre Besucher kommen. Eine genaue regionale Zuordnung ist jedoch nicht mehr möglich.

Um den Datenschutz zu wahren, müssen Seitenbetreiber diesen Vorgang in ihrer Datenschutzerklärung aufführen. Sie müssen darauf verweisen, dass sie die Funktion „anonymizeIp“ verwenden.

Rechtsprechung zu Google Analytics IP-Anonymisierung

Der Europäische Gerichtshof hat am 19.10.2016 festgestellt, dass IP-Adressen personenbezogene Daten darstellen, wenn Seitenbetreiber in der Lage sind, die hinter der IP-Adresse stehende Person zu identifizieren (C-582/14). Am 06.09.2007 hat zudem das Landgericht Berlin entschieden, dass Webseitenbetreiber IP-Adressen nicht ohne die Einwilligung von Usern speichern dürfen (Az. 23 S 3/07).

Die Rechtsprechung zeigt damit: Seitenbetreiber müssen auf die neue Analytics-Funktion „anonymizeIp“ zurückgreifen und die IPs ihrer Nutzer verkürzen, um sich vor Abmahnungen zu schützen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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