Datenschutzerklärung für Google Hangouts

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Google Hangouts ist ein Tool für Video- und Sprachtelefonie. Es richtet sich primär an private Nutzer. Sie können mit Google Hangouts Videokonferenzen mit bis zu 25 Teilnehmern abhalten, Textnahrichten über einen Chat verschicken, über Voice-over-IP telefonieren und Dateien versenden.

 

Für Google Hangouts benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Darum ist Google Hangouts datenschutzrechtlich relevant

Google Hangouts erhebt und speichert verschiedene Daten der Gesprächsteilnehmer. Dazu zählen unter anderem die IP-Adresse und der Gerätename. Zudem erfasst Google alle im für Hangouts notwendigen Google-Konto hinterlegten Profilinformationen wie Name und E-Mail-Adresse.

Google erhält vollen Zugriff auf die Gesprächsinhalte. Welche Daten es dabei genau erfasst, hängt davon ab, wie User Hangouts verwenden. So speichert Google beispielsweise versendete Nachrichten und Dateien. Dabei handelt es sich zum Teil um personenbezogene Daten. Webseitenbetreiber müssen daher umfassende Datenschutzpflichten erfüllen.

Google verschickt die gesammelten Daten an Server in den USA. Das Unternehmen ist jedoch beim Privacy Shield registriert. Das bedeutet: Die Daten erhalten dort einen ähnlichen Datenschutz wie durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der EU.

Google Hangouts datenschutzkonform verwenden

Um Google Hangouts datenschutzkonform verwenden zu können, müssen Seitenbetreiber diese Pflichten erfüllen:

Datenschutzerklärung anpassen

Webseitenbetreiber müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen,

  • Dass sie Hangouts verwenden,
  • zu welchem Zweck sie darüber Nutzerdaten erheben,
  • wie lange sie die Daten speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) und
  • dass User der Datenerhebung und Datenspeicherung jederzeit widersprechen können.

Zudem sollten Seitenbetreiber die Adresse von Google in der Datenschutzerklärung angeben.

Datenschutzfreundliche Einstellungen wählen

User sollten beim Einsatz von Google Hangouts möglichst sparsam Daten erheben. Das bedeutet: Sie sollten nur die Daten der Gesprächsteilnehmer speichern, die sie unbedingt benötigen. Dabei muss die Datenspeicherung

  • einem erlaubten Zweck dienen,
  • geeignet sein, diesen Zweck zu erfüllen und
  • erforderlich sein, diesen Zweck zu erreichen.

Und: Einmal gesammelte Daten dürfen sie nur so lange aufbewahren, wie sie diese tatsächlich benötigen.

Rechtsprechung zu Google Hangouts

Zu Google Hangouts liegt bisher, soweit ersichtlich, keine Rechtsprechung vor.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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