Datenschutzerklärung für Payone

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Payone bietet bargeldlose Zahlungslösungen an. Unternehmen können von dem Dienstleister beispielsweise Zahlungen per PayPal, Lastschrift und Überweisung abwickeln lassen. Neben nationalen und internationalen Zahlungsmethoden übernimmt Payone auch das Risikomanagement sowie das Debitoren- und Forderungsmanagement für Unternehmen. Der Anbieter verfügt in der DACH-Region über rund 400.000 Kunden. Dazu zählen unter anderem Notebooksbilliger.de, Zalando, Sony Music und Hallhuber.

 

Für Payone benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist Payone datenschutzrechtlich relevant?

Unternehmen, die Payone für die Abwicklung ihres Zahlungsverkehrs verwenden, erhalten von dem Anbieter personenbezogene Daten ihrer Kunden. Dazu zählen

  • Name,
  • Anschrift,
  • Kontonummer,
  • Bankleitzahl,
  • Kreditkartennummer,
  • Rechnungsbetrag und
  • Transaktionsnummer.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schützt personenbezogene Daten besonders. Unternehmen müssen daher verschiedenen datenschutzrechtlichen Pflichten nachkommen.

Payone DSGVO-konform verwenden

Unternehmen können Payone so DSGVO-konform verwenden:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung schließen

Payone erhält vollen Zugriff auf die Zahlungsdetails von Kunden und gibt diese an das verkaufende Unternehmen weiter. Art. 28 DSGVO gibt dafür vor: Unternehmen müssen mit Payone einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) abschließen. Dieser muss aufführen,

  • welche Nutzerdaten die Parteien speichern,
  • warum sie diese speichern,
  • wie lange sie die Daten speichern wollen und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen müssen in ihrer Datenschutzerklärung darauf hinweisen, dass sie Payone zur Abwicklung ihrer Zahlungen beauftragt haben. Dabei sollten sie erwähnen, dass sie dafür einen AV-Vertrag mit Payone geschlossen haben. Sie sollten konkret erklären,

  • warum sie zur Zahlungsabwicklung personenbezogene Daten erheben,
  • wie lange sie diese speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 DSGVO) und
  • dass User der Datenspeicherung jederzeit widersprechen können.

Rechtsprechung zu Payone

Unternehmen, die mit Dritten personenbezogene Daten teilen, müssen mit diesen einen AV-Vertrag eingehen. Ansonsten droht ihnen ein Bußgeld von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Im Dezember 2018 musste das Versandunternehmen Kolibri Image ein Bußgeld von 5.000 Euro bezahlen. Die Datenschutzbehörde Hamburg war zu dem Schluss gekommen, dass es das Versandunternehmen versäumt hatte, mit einem beauftragten spanischen Dienstleister einen AV-Vertrag zu schließen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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