Datenschutzerklärung für Spotify

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Spotify ist ein Musikstreaming-Dienst, über den Nutzer Songs hören, Playlisten erstellen und diese mit anderen teilen. Interpreten können über Spotify ihre Titel vertreiben und so Umsätze generieren. Mit über 160 Millionen Usern aus mehr als 60 Ländern ist Spotify derzeit der größte Musik-Streaming-Anbieter der Welt.

 

Für Spotify benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Diese Daten erhebt Spotify

Um Spotify nutzen zu können, müssen sich User bei dem Dienst anmelden. Dazu müssen sie folgende Daten angeben:

  • Name
  • Benutzername
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • E-Mail

Darüber hinaus müssen sie ein Passwort generieren. Wollen Nutzer einen werbefreien Account haben, müssen sie weitere Informationen wie

  • Adresse
  • Land und
  • Zahlungsdaten
  • hinterlegen.

Einmal im Netzwerk angemeldet, sammelt Spotify zahlreiche Daten zum Verhalten der User im Netzwerk. Dazu zählen u. a.:

  • abgespielte Songs
  • angelegte Wiedergabelisten
  • Interaktion mit anderen Usern
  • genutzte Produkte und Dienstleistungen
  • Sprache
  • Touch-Screen-Daten
  • Daten aus Cookies
  • Browsertyp
  • Betriebssystem
  • IP-Adresse
  • genutztes Endgerät
  • Daten aus den Bewegungssensoren

Spotify selbst spricht von zwei Kategorien von Daten:

  1. Die Daten, die User unbedingt angeben müssen, um den Dienst nutzen zu können. Spotify holt sich die Einwilligung zur Speicherung und Verwendung dieser Daten mit seinen Datenschutzbestimmungen, denen Nutzer zustimmen müssen.
  2. Die Daten, die Spotify darüber hinaus erhebt und verwendet, um verbesserte Erlebnisse und weitere Features anbieten zu können. Um welche Daten es sich dabei genau handelt, ist nicht eindeutig. Denn: Spotify verwendet schwammige Formulierungen „Daten wie…“ oder „Darunter auch…“.

Darum ist Spotify datenschutzrechtlich relevant

Spotify gibt auf verschiedene Art und Weise Daten an Dritte weiter. Dabei räumt sich das Unternehmen das Recht ein, User-Daten an nicht näher benannte Drittfirmen weiterzuleiten. Dabei handelt es sich unter anderem um Werbepartner, Rechteinhaber aus der Musikindustrie und Zahlungsdienstleister weiter. Spotify leitet diese Daten jedoch nur in anonymisierter Form weiter.
Darüber hinaus wertet der Dienst standardmäßig Daten dazu aus, wie User Musik über Spotify hören. Dazu zählen u. a. auch Daten des Beschleunigungssensors. Das heißt: Spotify weiß, ob Nutzer den Dienst beim Liegen auf der Couch oder beim Joggen nutzen. Daneben erhebt Spotify stets Daten zum Standort des Users.

Melden sich Nutzer über Facebook bei Spotify an, erhält der Dienst zudem Daten zum Facebook-Profil und den darin veröffentlichten Daten wie Freundeslisten, Profilbilder und weitere Kontaktinformationen. Gleichzeitig teilt Spotify Facebook einige Daten von Usern mit, die der Dienst selbst erhoben hat.

User, die nicht bei Spotify registriert sind, jedoch auf einen auf einer externen Webseite implementierten Spotify-Song klicken (Play-Button), senden zudem automatisch Daten an Spotify weiter.

Spotify datenschutzkonform verwenden

Wollen Webseitenbetreiber Spotify datenschutzkonform auf ihrer Webseite einbinden, müssen sie User darüber informieren, dass sie ihre Daten automatisch an das Unternehmen weiterleiten, sobald sie auf „Play“ klicken. Daneben müssen sie auch in ihrer Datenschutzerklärung darauf hinweisen, dass sie Spotify auf ihrer Seite nutzen. Dabei müssen sie erklären, welche Daten sie warum an Spotify weiterreichen.

Rechtsprechung zu Spotify

Der Europäische Gerichtshof klärt derzeit, ob der Facebook Like-Button deutschen Datenschutzbestimmungen entspricht. Sollte das Gericht zu dem Ergebnis kommen, dass der Button deutsche Gesetze verletzt, könnte dies auch Auswirkungen auf das Implementieren von Spotify-Songs oder Playlisten auf Webseiten haben. Denn: Diese geben wie der Facebook Like Button Nutzerdaten weiter, ohne User vorher um Erlaubnis zu bitten.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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