Datenschutzerklärung für Stripe

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Stripe ist ein Online-Bezahldienst, über den Webseitenbetreiber User im Netz Waren und Dienstleistungen bargeldlos bezahlen lassen können. Um das Zahlungssystem nutzen zu können, müssen User ihre Bankdaten – in der Regel in Form ihrer Kreditkartendaten oder Girokontodaten – hinterlegen. Stripe bietet seinen Service in 25 Ländern an.

 

Für Stripe benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Darum ist Stripe datenschutzrechtlich relevant

Nutzer geben bei jeder Transaktion, die sie auf einer Webseite über Stripe tätigen, ihre Bankdaten an. Stripe erhält so Zugriff auf Informationen wie

  • Vor- und Nachnamen,
  • Adresse,
  • E-Mail-Adresse,
  • IP-Adresse,
  • Telefonnummer,
  • Kreditkartenummer,
  • Kontodeckung,
  • Umsätze und
  • Kreditrahmen des Dispokredits.

Es handelt sich dabei teilweise um personenbezogene Daten. Diese Daten sind besonders schützenswert. Webseitenbetreiber müssen daher verschiedene, von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vorgeschriebene Pflicht erfüllen.

Stripe datenschutzkonform verwenden

Um Stripe datenschutzkonform in den Zahlungsprozess einzubinden, müssen Webseitenbetreiber diesen Pflichten nachkommen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Stripe erhält vollen Zugriff auf die Kundendaten von Webseitenbetreibern. In so einem Fall verpflichtet Art. 28 DSGVO Seitenbetreiber dazu, mit Stripe einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abzuschließen. Stripe stellt diesen derzeit nur in englischer Fassung, als Data Processing Addendum, zur Verfügung.

Webseitenbetreiber sollten sichergehen, dass der Vertrag anspricht,

  • welche Kundendaten Stripe speichert,
  • wie lange Stripe diese Daten speichert und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Haben Unternehmen den Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen, müssen sie das in ihre Datenschutzerklärung aufnehmen. Dabei sollten sie ihren Usern erklären,

  • warum Stripe personenbezogene Daten erhält,
  • wie lange Stripe diese speichert,
  • wie Stripe die Daten verwendet,
  • welche Rechtsgrundlage das erlaubt und
  • dass Nutzer der Einwilligung in die Datenerhebung jederzeit widersprechen können.

Diese Pflichten schreibt Art. 13 DSGVO vor.

Rechtsprechung zur Verwendung von Stripe

Schließen Webseitenbetreiber keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, droht ihnen ein Bußgeld. Das musste auch ein Versandunternehmen feststellen, das mit einem beauftragten Dienstleister keinen entsprechenden Vertrag geschlossen hatte. Die Datenschutzbehörde Hamburg sprach daher am 17.12.2018 ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro zuzüglich Gebühren in Höhe von 250 Euro aus. Grundsätzlich gibt Art. 83 Abs. 4 lit. a DSGVO vor: Bußgelder können bei bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes liegen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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