Unvollständiger Name im Impressum kann abgemahnt werden

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Für viele Webmaster ist das Impressum eine lästige gesetzliche Pflicht, die es zu erfüllen gilt. Häufig wird es deshalb nur stiefmütterlich behandelt, was schnell zu Unachtsamkeiten führt. Dabei können schon kleinste Nachlässigkeiten für kommerzielle Betreiber zu teuren Abmahnungen führen.

So entschied jüngst das OLG Düsseldorf (Urteil vom 04.11.2008, Az. I-20 U 125/08), das bereits die unvollständige Angabe des Namens eines Geschäftsführers in einem Impressum einen erheblichen Verstoß gegen die Angabepflichten aus § 5 Abs. 1 Nr. 1 TMG darstellt. Als unvollständige Angabe sei dabei auch das Abkürzen des Vornamens des verantwortlichen Geschäftsführers zu werten. Insbesondere für etwaige Rechtsstreitigkeiten sahen die Richter eine erhebliche Bedeutung in der Vollständigkeit der Angaben eines Impressums. Zudem sei – so die Richter weiter – ein Verstoß gegen eine dem Verbraucherschutz dienende Vorschrift stets als erheblich anzusehen.

Das Gericht entschied auch, dass die kurzzeitige Unerreichbarkeit des Impressums aufgrund einer technisch bedingten Überarbeitung der Website keinen Verstoß gegen das Erfordernis der „ständigen Verfügbarkeit“ nach  § 5 Abs. 1 TMG darstellt. So führten die Richter hierzu aus, dass ein lediglich nur wenige Minuten andauernder Verstoß nicht geeignet sei, die Interessen der Mitbewerber zu beeinträchtigen. 

Fazit:

Das Urteil macht erneut deutlich, wie wichtig vollständige Angaben in einem Impressum sind und das ein Verstoß gegen die aus § 5 Abs. 1 Nr. 1 TMG bestehenden Angabepflichten eine abmahnfähige Wettbewerbsverletzung darstellt.

Um das Risiko von Abmahnung zu minimieren, haben wir einen Impressums-Generator entwickelt, den Sie kostenfrei nutzen können.

Autor: Christian Hense

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Kommentare  
Kira
0 # Kira 06.03.2016, 18:52 Uhr
Wie sieht das bei mehreren Vornamen und Titeln aus?
Wäre es in Ordnung, nur den ersten Vornamen zu verwenden und die rechtlich anerkannte Kurzform des Adelstitels ([Vorname] von [Nachname]) und den Titel selbst wegzulassen?

Ich weiß, das ist eine sehr spezielle Frage, aber ich würde ungern den ganzen Namen angeben, weil das so furchtbar eingebildet klingt.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Rechtsanwalt Sören Siebert
0 # Rechtsanwalt Sören Siebert 07.03.2016, 14:41 Uhr
Der erste Vorname + Nachname sollte im Normallfall genügen. Da Adelstitel aber Namensbestandteile sind kommt es darauf an, wie Sie sonst auftreten.

Wenn Sie/ Ihr Unternehmen sonst immer beispielsweise mit "Kira Freifrau von Berlichingen" auftreten sollten Sie dies auch im Impressum so halten.
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