Gegen Cyberangriffe: Europol entwickelt Notfallplan

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Datenklau, DDoS-Angriffe und Trojaner: Deutschland und der Rest von Europa kämpfen gegen immer mehr Cyberangriffe. Um darauf besser vorbereitet zu sein, arbeitet die EU-Polizeibehörde Europol derzeit an einem Protokoll gegen internationale Cyberangriffe. Dies soll als Notfallplan dienen, der bei Angriffen entsprechend reagieren lässt. Welche Aufgaben hat das Protokoll? Und wie ist die Resonanz darauf?

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Protokoll gegen internationale Cyberangriffe

Das „Krisenreaktionsprotokoll für grenzüberschreitende Cyberangriffe“ soll es der EU-Polizei ermöglichen, koordiniert auf massive internationale Online-Angriffe zu reagieren. Europol will das Protokoll am 31. Oktober erstmals testen. Dabei will die Behörde einen Tag lang überprüfen, ob es praxistauglich ist. An der Übung beteiligt sind unter anderem das Europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (EC3), die EU-Sicherheitsagentur Enisa, das Notfallteam CERT-EU, die Europäische Verteidigungsagentur (EDA), die Staatsanwaltschaft Eurojust sowie die Finanzhäuser Citibank und Santander.

Welche Aufgaben hat das Protokoll?

Das Protokoll soll Europol Cyberangriffe und ähnliche Vorfälle schnell erkennen und bewerten können. Zudem soll es Polizeibehörden ermöglichen, kritische Informationen sicher auszutauschen. Mit dem Protokoll verknüpft ist ein operationeller Aktionsplan ("Law Enforcement Emergency Operational Action Plan“ (EOAP)), der Strafverfolger die Vorgänge analysieren lässt. Behörden können den Plan ausrufen, wenn mehrere Staaten miteinander kooperieren müssen.

EU-Kommission arbeitet an Entschlüsselungsplattform

Neben der Entwicklung des Protokolls arbeitet das EC3 am Aufbau einer Entschlüsselungsplattform. Diese soll es Mitgliedsländern ermöglichen, kryptografische Schutzmechanismen knacken oder umgehen zu können. 2018 hat das EC3 dafür 5 Millionen Euro erhalten. Dabei könnte die Plattform auch dafür geeignet sein, bei Bedarf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Messengern wie WhatsApp aufzuheben.

Fazit

Der EU-Experte der Linksfraktion, Andrej Hunko, hält es generell für sinnvoll, sich auf Cyberattacken vorzubereiten. Dabei sei es jedoch nicht Aufgabe der Polizei und damit nicht von Europol, eigene Fähigkeiten dafür aufzubauen. Das BKA dürfe sich daher daran nicht beteiligen. Und: Jeder Versuch, digitale Kommunikation zu entschlüsseln, schade dem Vertrauen in die Telekommunikation. Hunko sieht das Protokoll daher kritisch. Stattdessen fordert er, informationstechnische Systeme zu stärken.

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