Digitaler Impfnachweis: Schweiz startet mit schweren Sicherheitslücken

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Worum geht's?

Der Kampf gegen die weltweite Covid 19-Pandemie findet an mehreren Fronten statt. Während in Deutschland vor allem das Infektionsschutzgesetz mit den entsprechenden Maßnahmen und die nationale Impfstrategie von Bedeutung ist, denkt man beim Nachbar Schweiz schon einen Schritt weiter: Mit einem digitalen Impfnachweis soll vor allem die Reisefreiheit wiederhergestellt werden.

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Digitaler Impfnachweis als Basis für soziales Leben

Die Einschränkungen, die das Coronavirus mit sich bringt, sind für viele Menschen nur schwer zu ertragen. Am schwersten wiegen dabei die Einschnitte in das soziale Leben – in vielen Ländern ist die Gastronomie komplett geschlossen und auch die verschiedenen Kultureinrichtungen haben vielerorts den Betrieb vollständig eingestellt. Ungewiss ist, wann es hier wieder Besucher und Gäste geben wird. Ein Impfnachweis könnte hier wegweisend sein: Wer eine Impfung nachweisen kann, könnte sich dann wieder frei bewegen und an Veranstaltungen teilnehmen.

 

Infrastruktur in der Schweiz ist für den digitalen Impfnachweis vorbereitet

Recht schnell hat die Eidgenossenschaft die Weichen für einen digitalen Impfnachweis gelegt und die Infrastruktur entsprechend eingerichtet. Doch kurz vor dem Start wurde jetzt klar: Der digitale Impfnachweis zeigt starke Sicherheitslücken. Die Sicherheitsprobleme erlauben beispielsweise die Anmeldung als Arzt ohne eine entsprechende Berechtigung. Ebenfalls fiel Sicherheitsforschern auf, dass Impfnachweise für Personen erstellt werden konnten, die tatsächlich noch gar keine Impfung erhalten hatten.

 

Sicherheitslücke erlaubt den Zugriff auf personenbezogene Daten

Damit nicht genug – auch ein Zugriff auf personenbezogene Daten war bei einem Test durch die Sicherheitsprofis möglich. Dadurch wäre es in der Praxis denkbar, umfassende Informationen über die angemeldeten Personen zu erlangen. Weitere schwerwiegende Sicherheitslücken wurden in der Registrierung von neuen Konten festgestellt. Die Verantwortlichen zogen daraufhin konsequent die Notbremse: Die Webseite für den digitalen Impfnachweis ist aktuell nicht erreichbar.

 

Fazit

Auch in Deutschland ist der digitale Impfnachweis durch die Corona-Pandemie in den Fokus von Diskussionen gerückt. Er soll parallel und ergänzend zum konventionellen gelben Impfnachweis geführt werden. Um den digitalen Impfnachweis nutzen zu können, wird dieser in einer Arztpraxis oder in einem Impfzentrum generiert. Nutzer können den digitalen Impfnachweis über eine App über ihr Smartphone steuern – diese steht kostenlos zur Verfügung. Besonders vorteilhaft: Eine dauerhafte Speicherung und damit eine Verarbeitung der Daten im Sinne der europäischen Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) findet nur auf dem Smartphone des jeweiligen Nutzers statt.

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