Facebook-Leak: Daten von 533 Millionen Nutzern im Netz

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Namen, Handynummern und E-Mail-Adressen von über einer halben Milliarde Facebook-Nutzern weltweit sind am Oster-Wochenende überraschend auf einer Hacker-Webseite aufgetaucht. Einige der Daten wurden möglicherweise schon vor mehreren Jahren abgegriffen, andere könnten neu hinzugefügt worden sein. User sollten jetzt prüfen, ob sie betroffen sind.

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Irische Datenschutz-Behörde ermittelt

Schon in den Jahren 2018 und 2019 hatten Hacker große Mengen von Facebook-Nutzerdaten im Darknet angeboten. Die Täter sollen damals über eine Sicherheitslücke in der Suchfunktion für Telefonnummern ins System gelangt sein. Dieses Problem ist laut Facebook im August 2019 behoben worden. Die damals erbeuteten Informationen allerdings sind nun erneut im Netz zu finden, zusammen mit weiteren Datensätzen. Möglicherweise stammen diese aus aktuelleren Datenlecks. Die irische Datenschutz-Behörde DPC (kurz für: Data Protection Commission) hat mittlerweile Ermittlungen aufgenommen. Doch der Zuckerberg-Konzern scheint bisher wenig kooperativ. Bestätigt habe man der DPC lediglich, dass Dritte offenbar Informationen mehrerer Datenlecks zusammengefasst und veröffentlicht hätten.

 

Gefahren: Spam und Betrug

In dem jetzt online gestellten Verzeichnis finden sich unter anderem Informationen von rund sechs Millionen Facebook-Nutzern aus Deutschland. Dazu gehören neben Namen, Handy-Nummern und Mail-Adressen auch Wohnort, Geburtsdatum, Geschlecht und Beziehungsstatus. Datenschützer warnen nun nicht nur vor Spam- und Phishing-Mails. Betrüger könnten auch die Kombination von E-Mail und Telefonnummer zur Authentifizierung nutzen und damit Accounts ihrer Opfer übernehmen.

 

Überprüfen Sie Ihre Daten!

Ob das eine halbe Milliarde Nutzer umfassende Datenpaket auch Ihre Mail-Adresse oder Telefonnummer enthält, können Sie unter https://haveibeenpwned.com/ kostenlos herausfinden. Die Webseite wurde vor Jahren von dem australischen IT-Sicherheitsexperten Troy Hunt entwickelt. In die riesige Datenbank werden regelmäßig Mail-Adressen, Passwörter und weitere Details eingegeben, die durch Sicherheitslücken erbeutet wurden. Mittlerweile sind auch die seit Ostern im Netz befindlichen Informationen ergänzt worden. Dabei stellte sich heraus, dass rund 65 Prozent der Datensätze bereits gelistet waren, weil sie aus früheren Leaks stammen. Unter den Hunderten Millionen veröffentlichten Datensätzen finden sich übrigens auch prominente Nutzer. Dazu gehören neben Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst beispielsweise die deutschen Politiker Philipp Amthor und Kevin Kühnert.

 

Praxis-Tipps

  1. Sollte die Seite „Have I Been Pwned“ Ihre Mail-Adresse oder Handy-Nummer als Teil des aktuellen Leaks identifizieren, ändern Sie umgehend das Passwort ihres Facebook-Accounts!
  2. Falls Sie dasselbe Passwort auch für andere Konten verwendet haben, ändern Sie es auch dort!
  3. Prüfen Sie Mails oder SMS an die geleakten Adressen und Telefonnummern besonders sorgfältig! Klicken Sie sicherheitshalber keine Links an und geben Sie keine persönlichen Informationen weiter!
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