Fake Tests: Verbraucherschützer warnen vor gekauften Qualitätsurteilen

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Ein Laserdrucker, eine Kaffeemaschine oder ein Smartphone – vor einer Neuanschaffung suchen Käufer gerne nach unabhängigen Vergleichstests, um sich über Vor- und Nachteile einzelner Produkte zu informieren. Natürlich im Internet. Doch die Eingabe des Suchwortes „Test“ führt nur auf den ersten Blick zum gewünschten Ergebnis. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich viele der sogenannten „Testseiten“ als nichtssagende Aneinanderreihung von Herstellerinformationen.

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Angebliche „Tester“ verdienen bei Käufen mit

Die in der Regel guten und sehr guten Gesamtbewertungen entbehren jeder sachlichen Grundlage und dienen nur dazu, den Seitenbetreibern mehr Provision zu verschaffen. Hat sich der Leser für das eine oder andere Produkt entschieden, führt ein Affiliate Link direkt zu der Seite eines Onlinehändlers, bei dem der Artikel bestellt werden kann. Kommt ein Kauf zustande, kassiert der Betreiber der angeblich neutralen Testseite mit.

Kein Wunder, dass hauptsächlich hochpreisige Produkte in solchen Portalen zu finden sind. Und dass die Ergebnisse nie schlechter lauten als „empfehlenswert“. Garniert werden diese Urteile häufig noch mit positiven Erfahrungsberichten angeblicher Käufer. Nicht immer stammen die wirklich von echten Kunden. Und selbst wenn, haben diese in der Regel nicht mehr Fachkenntnisse über die Qualität der Produkte, als die Informationssuchenden selbst.

Wenig rechtliche Handhabe gegen unechte Vergleichsportale

Mehr als fünfzehn solcher „Testseiten“ haben die Verbraucherzentralen im Visier. Weitere fünf wurden bereits abgemahnt. Doch die Wirkung war nur von kurzer Dauer: Auf rechtliche Vorgaben reagierten die Betreiber, indem sie beispielsweise „Testsieger“ in „Vergleichssieger“ umbenannten.  Und schon ging die Irreführung der Verbraucher weiter.

Auch der Stiftung Warentest sind solche Seiten ein Dorn im Auge: Das gemeinnützige Testinstitut allerdings verlangt für den Download seiner fundierten Produktanalysen durch Experten eine Gebühr von wenigen Euro. Gerade Schnäppchenjäger wollen sich dieses Geld gern sparen. In der Folge landen sie dann auf den „Vergleichsportalen“, die eigentlich reine Verkaufsportale sind.

Praxis-Tipps:

1.    Wer wirklich unabhängige Verbrauchertests sucht, ist bei der Stiftung Warentest gut aufgehoben: Hier werden die Produkte unabhängig im Handel gekauft und dann von Fachleuten nach festen Kriterien untersucht und verglichen. Dafür lohnt sich der in der Regel geringe Preis pro Testabruf.

2.    Prüfen Sie auf sogenannten Test- oder Vergleichsseiten, ob sie von den Produkten zu einzelnen Online-Shops weiterleiten. Ist das der Fall, kassiert der Anbieter für diese Links. Er will Sie nicht sachlich informieren, sondern vor allem zum Kauf motivieren.

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Kommentare  
Ralf
0 # Ralf 24.05.2017, 07:30 Uhr
Was soll man schon von einer Rezension und Bewertung halten, wenn drin geschrieben steht "ich habe den Artikel zum testen kostenlos überlassen bekommen...". Bei kleinen Gadgets im Bereich unter €10 empfindet man dies nicht sonderlich verwerflich, wenn man das jedoch bei Smartphones, Tablets und Notebook liest, hat das einen ziemlich faden Beigeschmack.

Aber auch die Stiftung Warentest, führt manche Tests durch, bei denen man sich auch seinen Teil denken kann. Da erinner ich mich gerne an den Einzeltest des "Huawei Ascend Y200" im Jahre 2012, dort wurde das €100 China-Smartphone mit "mangelhaft" abgestraft, da es den Regentest (5 Minuten unter der Dusche) nicht bestanden hat. Da fragt man sich doch, was hat der Redakteur sich dabei gedacht? Regentest? Noch kein Smartphone wurde bei der Stiftung bis dahin (und auch danach) solch einem seltsamen Regentest unterzogen.
Soviel nur zu eurer Aussage "Wer wirklich unabhängige Verbrauchertests sucht, ist bei der Stiftung Warentest gut aufgehoben: Hier werden die Produkte unabhängig im Handel gekauft und dann von Fachleuten nach festen Kriterien untersucht und verglichen."
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