Verbogene iPads: Diese Rechte haben Käufer

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Als Apple das neue iPad Pro vorstellt, sind Fans begeistert: kleinere Ränder, mehr Display und ein dünneres Gehäuse. Auf die anfängliche Begeisterung folgt jetzt jedoch Ärger. Mehr und mehr Käufer bemängeln, dass ihr Gerät verbogen sei. Welche Modelle sind betroffen? Was sagt Apple zu den Vorwürfen? Und welche Rechte haben Verbraucher?

Diese iPads sind betroffen

Verbraucher, die eine Biegung des Gehäuses bemängeln, haben das iPad Pro in 11“ oder 12,9“ gekauft. Dabei sollen vor allem die LTE-Modelle betroffen sein. Wie viele Geräte eine Krümmung aufweisen, ist aktuell noch unklar. Apple selbst gibt an, dass derzeit nicht mehr Verbraucher ihr iPad zurückgeben als bei Vorgängermodellen.

User sind verärgert

Einige User gehen davon aus, dass sich das iPad durch die normale Verwendung verbogen habe. Andere wiederum sagen, dass ihr iPad bereits bei Kauf gekrümmt war. So oder so sind Verbraucher verärgert. Denn: Je nach Ausstattung und Anbieter haben sie dafür zwischen 880 und 2.100 Euro bezahlt – eine Summe, für die sie ein Gerät ohne Makel erwarten.

Das sagt Apple zu den verbogenen iPads

Apple hat bestätigt, dass es sein kann, dass das eine oder andere iPad Pro bereits bei Neukauf leicht verbogen sein kann. Das sei jedoch kein Defekt oder Konstruktionsfehler. Die iPads würden einwandfrei funktionieren und den hohen Qualitätsansprüchen von Apple entsprechen. Die Krümmung sei ein Nebeneffekt des Herstellungsprozesses. Diese entstehe, wenn sich Plastik- und Metallteile bei der Abkühlung unterschiedlich verhielten. Dann sei eine Biegung des Gehäuses um 0,4 Millimeter möglich.

Diese Rechte haben Käufer

Haben Verbraucher das iPad online gekauft, steht ihnen das übliche 14-tägige Rückgaberecht zu. Sie können das Tablet zurückschicken und erhalten ihr Geld dann zurück. Verbraucher, die ihr iPad in einem stationären Laden gekauft haben, können dies nur zurückgeben oder eine Reparatur verlangen, wenn es sich auch tatsächlich um einen Defekt handelt. Apple dementiert das jedoch. Daher hat der Konzern bisher auch keine besondere Umtauschregelung kommuniziert. Käufer können hier also nur auf Kulanz hoffen. Dabei berichten einige Kunden, dass sich Apple geweigert hat, ihr Modell auszutauschen. Der Grund: Apple-Mitarbeiter glaubten ihnen nicht, dass sie ihr iPad bereits verbogen erhalten hatten. Andere Käufer geben an, ein neues iPad bekommen zu haben.

Fazit

Verbogene Geräte sind für Apple nichts Neues. Bereits beim iPhone 6 und 6 Plus klagten Käufer im Herbst 2014 über ein leicht zu verbiegendes Gehäuse – heute als „Bendgate“ bekannt. Das hatte jedoch Auswirkungen auf die Funktionsweise: Der Touchscreen fiel regelmäßig aus.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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