Pilotprojekt: Falschparker können Strafzettel im Supermarkt bezahlen

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Worum geht's?

Wer in der Stadt Köln ein Knöllchen wegen falschen Parkens kassiert, kann das Verwarnungsgeld ab sofort beim nächsten Einkauf begleichen. Und zwar nicht nur in der Domstadt selbst. Rund 12.000 Filialen von Rewe, Penny, Rossmann und anderen Einzelhändlern in ganz Deutschland dürfen die Strafzettel abrechnen, so die Stadt – schnell, unkompliziert und ohne Preisgabe sensibler Daten.

Anzeige

Köln testet neues Verfahren

Die ungeliebten Briefe der städtischen Verkehrsüberwachung enthielten bisher immer das Anhörungsschreiben und einen Zahlschein zur Überweisung. Künftig werden Falschparker dort zusätzlich einen Strichcode vorfinden. Dieser wird, ähnlich wie beispielsweise ein Pfandbon, anonym und ohne weitere Formalitäten an der Kasse gescannt. Ein Ausweis ist ebenso wenig nötig, wie die Angabe zusätzlicher Informationen. Das Knöllchen kann entweder einzeln oder im Rahmen eines Einkaufs beglichen werden. Neben Cash kommen dabei auch alle anderen an der Kasse akzeptierten Zahlungsmittel infrage.

Baumärkte und Tankstellen ebenfalls mit dabei

Die Deutschen hingen am Bargeld, so die Verantwortlichen der Stadt Köln. Mit dem Versuch wolle man herausfinden, ob das auch für das Begleichen von Strafzetteln gelte. Bisher konnten Verwarnungsgelder nur überwiesen oder bar bei der Stadtkasse entrichtet werden. Zusammen mit der Cash Payment Solution GmbH stelle man nun rund 12.000 Bezahlpunkte zur Verfügung. Dazu gehörten unter anderem Filialen der Supermarktketten Real, Rewe und Penny sowie Drogeriemärkte wie dm und Rossmann. Welche Geschäfte im Einzelnen die Knöllchen akzeptieren, kann im Internet unter www.barzahlen.de ermittelt werden.

Keine zusätzlichen Daten erfasst

Einen weiteren Vorteil des Projekts „Barzahlen/viacash“ sieht die Stadt Köln in der Datensparsamkeit. Im Gegensatz zur Überweisung würden bei der Zahlung per Strichcode keine weiteren personenbezogenen Daten verarbeitet. Das Kassenpersonal könne nicht erkennen, was genau mit dem Schein bezahlt würde. Da kein Ausweis vorgelegt werden müsse, könnten auch andere Personen für den Parksünder aufkommen. Dabei sollten die Empfänger lediglich sichergehen, dass sie nicht zweimal zahlten – einmal per Strichcode und ein weiteres Mal über Online-Banking.

Fazit

Noch handelt es sich um ein Pilotprojekt der städtischen Verkehrsüberwachung in Köln. Sollte es bei der Bevölkerung ankommen, könnten auch andere Verwaltungsbereiche und weitere deutsche Großstädte Interesse zeigen.

Anzeige

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Radarkontrollen: OLG erkennt Blitzermessung auch ohne Datenspeicherung an
Weiterlesen...
Klarstellung: Straßenverkehrsordnung bekommt eindeutige Formulierung zum Blitzer-App-Verbot
Weiterlesen...
BGH: Taschenrechner am Steuer
Weiterlesen...
Keyless-Go-Urteil: Überlisten des Schließsystems ist kein Aufbruch
Weiterlesen...
Bundesgerichtshof: Taschenrechner am Steuer verboten
Weiterlesen...
Handy oder Haarbürste: Blitzer-Fotos belegen Bußgeldverstoß
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Tools, Wissen, Musterverträge, Erstberatung und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

Jetzt eRecht24 Premium Affiliate werden

Als eRecht24 Premium Affiliate Partner empfehlen Sie eine Lösung, mit der bereits mehr als 370.000 Webseiten erfolgreich rechtlich abgesichert wurden und erhalten dafür eine 25% Lifetime Provision!

Jetzt Affiliate werden

webinar teaser

Online Schulung mit RA Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner keine Chance!

Mehr Details
Support