Ich möchte mit eRecht24 chatten!
Datenschutzhinweis: Ihre Daten und Ihre Chateingaben werden in unserem Chat-Tool Brevo verarbeitet, sobald Sie zustimmen, den Chat mit uns zu beginnen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit zurücknehmen. Details hierzu entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.

Influencer-Posts: Bundesjustizministerium will UWG ändern

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

Worum geht's?

Influencer stehen bei vielen Posts vor der Frage, ob sie diese als Werbung kennzeichnen müssen. Sie gehen daher oftmals auf Nummer sicher und markieren ihre Beiträge vorsichtshalber als Werbung. Das Problem: Verbraucher können so oftmals nicht mehr erkennen, ob es sich tatsächlich um Werbung handelt. Und: Influencer können nur schwer unbezahlt ehrliche Begeisterung für ein Produkt äußern, ohne einen Post als Werbung zu kennzeichnen. Das will das Bundesjustizministerium (BMJV) ändern. Worauf können sich Influencer einstellen?

Was gibt das UWG für Influencer-Posts vor?

Das UWG gibt vor: Influencer müssen den kommerziellen Zweck ihrer Posts kenntlich machen, wenn sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Das soll Verbraucher davor schützen, ein Produkt zu kaufen, das sie sonst vielleicht nicht gekauft hätten.

Das will das BMJV ändern

Das BMJV will es Influencern ersparen, Äußerungen in sozialen Netzwerken als Werbung kennzeichnen zu müssen, wenn sie dafür keine Gegenleistung erhalten und die Posts vorrangig informieren sollen. Posts von Influencern sollen daher wie Beiträge in klassischen Printmedien wie Zeitschriften behandelt werden.

Dabei soll es nicht darauf ankommen, ob Influencer mit einem informativen Beitrag zusätzlich eigene Interessen verfolgen, wie etwa die Schärfung des eigenen Profils. Denn: Journalisten oder Verleger hätten ebenfalls kein reines Interesse daran, Leser zu informieren. Sie würden auch den Absatz einer Zeitschrift fördern wollen. Um das im Gesetz festzuhalten, müsse § 5a Absatz 6 UWG ergänzt werden. Das ließ Staatssekretär Gerd Billen wissen.

Das sagt die Rechtsprechung zu Influencer-Posts

Die Rechtsprechung zu Influencer-Posts ist uneinheitlich: Das Landgericht (LG) Karlsruhe entschied, dass die Mode- und Fitness-Influencerin Pamela Reif Beiträge auch als Werbung kennzeichnen muss, wenn sie dafür nicht bezahlt wird. Denn: Sie fördert damit ihre geschäftlichen Aktivitäten, da Unternehmen an möglichst glaubwürdigen Werbepartnern interessiert sind.

Das LG München entschied: Cathy Hummels muss unbezahlte Tags nicht als Werbung kennzeichnen. Bei einer halben Millionen Abonnenten muss Usern klar sein, dass sie mit ihrem Kanal kommerzielle Interessen verfolgt.

Fazit

Das UWG ist eine Umsetzung der EU-Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken (2005/29/EG). Das bedeutet: Der deutsche Gesetzgeber hat einen begrenzten Spielraum, wenn er die Vorgaben hierzulande anpassen will. Das BMJV kündigte daher bereits an, einen möglichen Gesetzesentwurf mit der EU-Kommission abzustimmen.

eRecht24 Praxis Guide
Rechtssichere Webseiten:
Alles, was Sie wissen müssen
In unserem Guide erklären wir Ihnen in 12 Schritten, wie Sie eine Website rechtssicher erstellen - von der Wahl des Domainnamens über Impressum und Datenschutzerklärung bis hin zu E-Mail- und Newslettermarketing.
Guide jetzt kostenfrei herunterladen!

Name: Bitte Name angeben.

E-Mail-Adresse: Bitte korrekte E-Mail-Adresse angeben.

Ja, bitte senden Sie mir den kostenfreien Guide zu. Ich bin damit einverstanden, dass eRecht24 mir regelmäßig aktuelle Rechts-Updates, Praxistipps und Angebote aus den Bereichen Datenschutz und Internetrecht per E-Mail zusendet. Ich kann jederzeit form- und kostenlos widersprechen. Näheres entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
Vielen Dank!
Wir nehmen es mit dem Schutz Ihrer Daten genau und halten uns an die rechtlichen Vorgaben des Double-Opt-In. Bitte bestätigen Sie zuerst Ihre E-Mail-Adresse. Dann stellen wir Ihnen den Guide kostenfrei zur Verfügung.
Tipp: In unseren Premium-Paketen stehen Ihnen mehr als 10 praktische Guides mit Handlungsempfehlungen und passenden Generatoren und Tools zu verschiedenen Themen (Datenschutz, Urheberrecht, Marketing & Co.) kostenfrei zur Verfügung. Die Premium Praxis Guides werden sie regelmäßig aktualisiert, damit Sie stets auf dem neuesten Stand sind.
Jan Schäfer
Jan Schäfer
Copywriter

Jan Schäfer hat Germanistik, Anglistik und Zivilrecht in Münster und Perth (Australien) studiert. Er schreibt seit mehr als 14 Jahren in den Bereichen Recht, Finanzen und Software. Mit seiner umfassenden Erfahrung bereichert Jan Schäfer bereits seit 2016 das Redaktionsteam von eRecht24.


eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Tools, Wissen, Musterverträge, Erstberatung und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

Jetzt eRecht24 Premium Affiliate werden

Als eRecht24 Premium Affiliate Partner empfehlen Sie eine Lösung, mit der bereits mehr als 370.000 Webseiten erfolgreich rechtlich abgesichert wurden und erhalten dafür eine 25% Lifetime Provision!

Jetzt Affiliate werden

webinar teaser

Online Schulung mit RA Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner keine Chance!

Mehr Details